Vagen – Der Obst- und Gartenbauverein Vagen-Mittenkirchen engagiert sich nach eigenen Angaben vielfältig im Gemeindeleben. Neben der Teilnahme am Feuerwehrfest in Vagen, bei dem die Funktionäre jede Veranstaltung besuchten und sich sowohl am Gottesdienst als auch am Festzug beteiligten, setzt der Verein auch auf Umweltbildung und Naturschutz. So wie bei der Ausstellung zum Thema Biber, die bis vor Kurzem im Vagener Boschnhaus zu sehen war. Die Ausstellung, organisiert vom Bund Naturschutz und dem Obst- und Gartenbauverein (OGV), informierte über die Geschichte, Lebensweise und Herausforderungen rund um das Nagetier, das bereits seit 15 Millionen Jahren in Bayern heimisch ist. Nachdem der Biber 1867 in Bayern ausgerottet worden war, kehrte er inzwischen zurück, was jedoch nicht überall auf Zustimmung stößt.
Die Vorschulkinder des Vagener Pfarrkindergartens hatten kürzlich auf Einladung der Umweltreferentin der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Carolin Günzl, und des OGV Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. Treffpunkt war der „Eulenspielplatz“ in der Vagener Au nahe der Mangfall. Carolin Günzl überraschte die Kinder mit einem schweren Rucksack, aus dem ein kleiner Plüschbiber namens Bene hervorlugte. Die Kinder hörten gespannt zu und berichteten selbst bereits viel Wissenswertes über den Biber: „Der hat richtig lange Zähne, die nachwachsen. Außerdem sind Biber Vegetarier“, erklärten die Vorschulkinder stolz.
Im Boschnhaus wartete dann Manfred Bohlmann, Sprecher des OGV-Arbeitskreises Boschnhaus und Organisator der Ausstellung. Gemeinsam mit Carolin Günzl präsentierte er den Kindern ein echtes Biberfell, Pfotenabdrücke und ein Bibergebiss, was bei den jungen Besuchern großen Eindruck hinterließ.
Ebenfalls ein großer Erfolg war der traditionelle Frühlingsmarkt des OGV am Boschnhaus. Pünktlich zum Marktstart zeigte sich das Wetter freundlich, sodass zahlreiche Besucher das Angebot regionaler Pflanzen und Gemüsepflänzchen, wie Tomaten und Zucchini, Beeren und Sämereien nutzten. Auch Blühpflanzen wie Elfenblume, Taglilie, Muskatellersalbei und Dahlien fanden regen Absatz. „Garteln verbindet Generationen“, resümierte Vorsitzender Michael Steidl zufrieden. Besucher aller Altersgruppen waren vertreten.
Zudem wurden selbst gebackene Kuchen und Kaffee angeboten. Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Pflanzen- und Kuchenspendern sowie bei den zahlreichen Helfern und Besuchern, die zum Gelingen des Frühlingsmarktes beigetragen haben.