Feldkirchen-Westerham – Anton Seidl, den alle immer nur Toni nannten, war ein echter Feldkirchner. Hier wurde er am 8. März 1938 geboren, verbrachte seine Schulzeit und auch die Lehrjahre als Bauhandwerker in seinem Heimatort. Nun ist Toni Seidl nach kurzer Krankheit im Alter von 87 Jahren gestorben.
Schon mit 21 Jahren schloss er sein Studium als Tiefbau-Ingenieur an der Staatsbauschule ab. Dann war Toni Seidl seit 1990 für 42 Jahre in leitender Position im Wasser-, Brücken- und Tunnelbau für die Stadt München tätig.
Im persönlichen Umfeld gab es für den naturverbundenen, hilfsbereiten und als guten Zuhörer bekannten Familienmenschen viele freudige Ereignisse. 1964 heiratete er seine Herta, sechs Jahre später wurde Tochter Daniela geboren und in den frühen 1970er- Jahren konnte das eigene Haus bezogen werden. Für Toni und Herta Seidl ein besonderes Erlebnis war die diamantene Hochzeit 2024.
Von Feldkirchen aus unternahm er unzählige Bergtouren mit der Familie und Freunden.
Den gesanglich und musikalisch umrahmten Trauergottesdienst in der Laurentius-Kirche in Feldkirchen feierte Pater Baltharaju Banda. Den letzten irdischen Weg von Toni Seidl zum Familiengrab begleiteten auch die Fahnenabordnungen des TV Feldkirchen und des Trachtenvereins „D’Mangfalltaler“ Westerham.
Anton Kammerloher, Vorsitzender des TV Feldkirchen, erinnerte daran, dass Toni Seidl 72 Jahre Mitglied beim TV Feldkirchen war. „Wir danken dir für deine Hilfsbereitschaft, Unterstützung und Förderung ganz speziell der Jugendlichen“, betonte Kammerloher. Toni Seidl war in seiner Jugendzeit auch als aktiver Basketballer bekannt. „Toni Seidl war 45 Jahre bei uns Mitglied und besonders gefreut hat es ihn, dass auch sein Enkel Anian den traditionellen Stopselhut gerne trägt“, wie Michael Weber, Vorstandsmitglied der Mangfalltaler, am offenen Grab erinnerte. me