Indische Schüler zu Gast in Bad Aibling

von Redaktion

Austausch stärkt kulturelle Vielfalt und baut Brücken zwischen Kontinenten

Bad Aibling – Die Stadt Bad Aibling begrüßte kürzlich zehn indische Austauschschüler, den Initiator des Programms, Prinz Kalemdra, sowie die Familie Sharma, Gründer der Rockwoods High School im indischen Udaipur. Der Besuch im Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus (DBBC) ist Teil eines Schüleraustauschprogramms mit der indischen Schule.

Markus Schmidt, Geschäftsführung und Schulleitung DBBC, hob hervor, dass die Begegnung zwischen den Kulturen einen intensiven interkulturellen Austausch ermöglicht und das Verständnis sowie Freundschaften zwischen jungen Menschen über Kontinente hinweg fördert.

Beim Empfang im kleinen Sitzungssaal des Rathauses waren Bürgermeister Stephan Schlier und die Zweite Bürgermeisterin, Kirsten Hieble-Fritz, anwesend, ebenso Schulleiter Markus Schmidt und die Konrektorin der St.-Georg-Schule, Annabell Metz. Denn auch in der St.-Georg-Schule laufen Bestrebungen für einen Austausch mit indischen Schülern. Das internationale Flair wurde sofort deutlich, als Hieble-Fritz die deutschen Begrüßungsworte des Bürgermeisters ins Englische übersetzte.

In seiner Ansprache würdigte der Rathauschef das Engagement der deutschen Schüler und ihrer Eltern, die den Austausch ermöglicht hatten. „Der Schüleraustausch findet in einer ganz besonderen Zeit statt“, sagte Schlier mit Blick auf die aktuellen globalen Herausforderungen. „Wir hatten 80 Jahre Frieden, Wachstum und Wohlstand“, betonte der Bürgermeister. Zugleich verwies er auf die gegenwärtigen Unsicherheiten wie Handelskonflikte und politische Instabilität in vielen Teilen der Welt. „Alles befindet sich derzeit im Wandel“, so Schlier weiter. Gerade deshalb sei so ein Schüleraustausch von eminenter Wichtigkeit. „Dadurch werden Brücken gebaut, man tauscht sich aus, verständigt sich und wertschätzt sich“, führte der Bürgermeister aus, es sei ein Miteinander. Man könne viel aus Büchern lernen, aber andere Kulturen lerne man am besten mit solch einem Austausch kennen.

Für den Rathauschef sei Indien eine junge aufstrebende Nation. Lag bisher der Schwerpunkt von Europa sehr auf den USA und China, so werde künftig Indien eine viel größere und bedeutendere Rolle spielen. Schließlich richtete er auch noch den Blick auf Bad Aibling, die Gesundheits- und Schulstadt. „Was für Indien der Himalaya ist, sind für uns die Alpen“, sagte Schlier.

Markus Schmidt ist stolz auf das Austauschprogramm und die hohe Akzeptanz bei den Schülern und in der Bevölkerung. „Es ist schön, wenn die Schüler durch solche Programme die Möglichkeiten haben, ihren Horizont zu erweitern und wir hierfür einen kleinen Beitrag leisten können, denn das Leben geht bereits in der Schule los“, betonte Markus Schmidt. Auch Kirsten Hieble-Fritz stellte die hohe Bedeutung dieses Austausches heraus: „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Jugendlichen, um sich gegenseitig zu verstehen und nicht zu bekriegen.“

Auch die indischen Vertreter bestätigten dem Schüleraustausch einen hohen Stellenwert. Seit nunmehr acht Jahren leiste das Austauschprogramm beeindruckende Arbeit – mit großem Engagement von allen Beteiligten. Es sei besonders wertvoll, wenn Vertreter lokaler Behörden – seien es Politiker, das Rathaus oder das Bildungsministerium – ihre Wertschätzung zeigen. „Wir erwarten keine großen Geschenke, aber Anerkennung bedeutet uns sehr viel. Und genau das habt ihr heute gezeigt“, betonte Prinz Kalemdra. „Diese Energie, die wir dabei spüren – sie verbindet zwei Länder und zwei Städte auf besondere Weise.“

Anschließend gab es noch eine Rundfahrt durch die Kurstadt. Möglicherweise können, wie bereits eine Delegation im vergangenen Jahr, bald die Aiblinger Schüler nach Indien reisen. ws

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