Bad Feilnbach – Wie soll die Gemeinde ihre Bürger künftig informieren? Eine mögliche Antwort darauf könnte die Einführung einer eigenen App sein, über die wichtige Informationen aus dem Rathaus digital verteilt werden. Auf Antrag der CSU-Fraktion hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die Einführung einer solchen „Bad Feilnbach App“ zu prüfen und dem Gremium eine fundierte Entscheidungsgrundlage vorzulegen.
Die CSU-Fraktion begründete ihren Antrag mit den regelmäßig wiederkehrenden Forderungen in den Haushaltsberatungen, die freiwilligen Leistungen der Gemeinde auf den Prüfstand zu stellen. Einen vollständigen Verzicht auf die Gemeindezeitung lehnte Konrad Schwaiger (SPD/Parteifreie) ab. „Eine gewisse Anzahl an Ausgaben sollte für Bürger ohne Smartphone beibehalten werden“, schlug er vor. Thomas Funk (Grüne) berichtete aus seinem beruflichen Umfeld, wo Informationen bereits ausschließlich digital verbreitet würden – mit deutlicher Kostenersparnis, insbesondere beim Porto.
Martin Huber (CSU) sprach sich ebenfalls gegen einen vollständigen Verzicht auf das Printmedium aus. Die Informationspflicht der Gemeinde sei „Keimzelle der Demokratie“ und keine freiwillige, sondern eine verpflichtende Aufgabe. Sieglinde Angermaier (Grüne) brachte ein Modell ins Spiel, bei dem die Gemeindezeitung nur noch digital erscheint, Bürger jedoch gegen eine geringe Gebühr ein gedrucktes Exemplar bestellen können.
Am Ende sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, die Einführung einer App intensiv zu prüfen. Eine Entscheidung solle nach der Sommerpause getroffen werden. kok