Tuntenhausen – In der jüngsten Gemeinderatssitzung brachte das Gremium das Mammutwerk des neuen Flächennutzungsplanes auf den Weg. Ende 2023 beschloss der Gemeinderat die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan der Gemeinde über das gesamte Gemeindegebiet hinweg. Ende Dezember des vergangenen Jahres fand nun die vorerst letzte Auslegung statt, die der Gemeinderat jetzt in seiner vergangenen Sitzung entsprechend abwog.
Beratung
über Einwände
Sechzehn Behörden und Träger öffentlicher Belange haben dabei keine Stellungnahme abgegeben, sieben ohne Anregungen und über zwölf Hinweise, Anregungen und Einwände hatte nun der Gemeinderat zu befinden. Dazu hatte Bürgermeister Georg Weigl auch Maximilian Mergenthaler und David Ritz vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München eingeladen, die nähere Begründungen zu den verschiedenen Punkten lieferten.
Letztlich hielten sich die Anmerkungen aber sehr in Grenzen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kritisierte beispielsweise die Freiflächen-Photovoltaikanlage in Mailling, mit der der landwirtschaftlichen Nutzung ein überdurchschnittlicher Ertragsgrund entzogen wird. Der Gemeinde ist das bewusst, sie argumentiert mit dem dringenden Bedarf an Photovoltaikflächen. Zusätzlich wird die Nutzung als rückbaubare Nutzung bewertet. Die Verwaltung selbst hatte dann auch noch einige redaktionelle Anmerkungen, die entsprechend abgearbeitet wurden. Zum Schluss der doch langen und intensiven Diskussion kamen noch 16 Bürgeranregungen zur Sprache. Teilweise wurden die Anregungen aufgenommen, teilweise aber auch zurückgewiesen.
Am Ende wurde das Werk dann einstimmig verabschiedet. „Damit haben wir eine gute Basis für die Entwicklung der Gemeinde für die nächsten 15 bis 20 Jahre gelegt“, betonte Bürgermeister Georg Weigl. „Wir haben dafür viel Zeit investiert, aber jetzt haben wir ein Papier, mit dem man arbeiten kann“, so der sichtlich zufriedene Bürgermeister.