Tuntenhausen – In einem würdigen Rahmen feierte Pfarrer Richard Basta in seiner Heimatpfarrei sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Auf seinen verschiedenen Stationen zeigte er sich, so Pater Bruno in seiner Laudatio, als ein Freund Gottes und der Menschen. Ein festliches Geleit gaben an diesem Tag der Kirchenchor und die vielen Fahnenabordnungen aus der gesamten Pfarrei sowie seine Motorradfreunde.
Im Gespann
zur Kirche
Doch die Überraschung gab es schon vor dem feierlichen Gottesdienst, als der Jubilar von seinen Motorradfreunden vor dem Pfarrheim in Tuntenhausen abgeholt und im Korso mit einem Motorradgespann mit Beiwagen zur Kirche St. Johann Baptist in Beyharting gefahren wurde. Dort war das Hallo groß, denn viele Kirchenbesucher empfingen den Geistlichen bereits auf dem Kirchenvorplatz.
In der Pfarrkirche konnte Basta auch Erich Prinz von Lobkowicz und Prinzessin Christina von Lobkowicz begrüßen. Er freute sich sehr, dass so viele Menschen gekommen waren und die Pfarrkirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. „25 Jahre Priesterdienst hätte ich mir so nicht vorgestellt“, offenbarte Basta. Er habe auch nicht gedacht, dass er einmal in Deutschland arbeiten würde.
In seiner Laudatio ging Pater Bruno auf die Anfänge von Pfarrer Bastas Wirken ein. „Du wolltest eine Aufgabe erfüllen, die auch Jesus am Herzen lag“, betonte er. „Du wolltest Blinden das Augenlicht wiedergeben – und zwar solchen, die zwar alles sehen, nur nicht das Wesentliche.“ Pater Bruno erinnerte auch daran, dass Basta selbst Armut und Krankheit erlebt habe, diese Erfahrung jedoch in innere Stärke verwandeln konnte. „In vielen Stationen deines Wirkens warst du ein Freund Gottes und ein Freund der Menschen.“ Durch dieses Wirken sei Pfarrer Basta für viele Menschen ein treuer und wichtiger Wegbegleiter geworden. „Dafür danken wir dir – für dein schlichtes Dasein und deinen unermüdlichen Einsatz.“ Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Jugendchor Stimmkraft unter Leitung von Maria Weigl und vom Projektchor der Pfarrgemeinde untermalt. Nach dem Segen gab es noch eine ganze Reihe von Glückwünschen, so von der Vorsitzenden des Pfarrverbandsrates, Karin Buchner, die die Gemeinschaft hervorhob und dem Priester einen ganzen Korb voller Wünsche übergab.
Mit einem kleinen Gstanzl überraschten dann die Ministranten den Jubilar. Mit dem wunderschönen Marienlied „Freu dich, du Himmelskönigin“ zogen Ministranten und Pfarrer dann aus der Pfarrkirche.
Im benachbarten Kloster wurde es dann eng, so viele Menschen drängten sich zum Stehempfang, der einen gelungenen Rahmen für angeregte Gespräche und einen gepflegten Austausch bot. Basta wurde am 8. Oktober 1974 in Südpolen als Jüngster in einer großen Familie mit elf Kindern geboren. Nach dem Besuch des Knabenseminars der Karmeliten trat er 1993 in den Karmeliterorden ein und studierte Philosophie und Theologie. 2000 wurde er in Wadowice, der Stadt des heiligen Papstes Johannes Paul II., zum Priester geweiht.
Über München in den
Landkreis Rosenheim
Zuerst arbeitete Basta im Kloster in Linz und ab 2001 in München-Neuperlach. Im September 2012 kam er mit seinen Mitbrüdern nach Reisach bei Oberaudorf. „Diese Jahre waren für mich sehr lebendig, spannend und erfahrungsreich“, betonte der Jubilar, der dort als Pfarradministrator einen neuen Pfarrverband gründen konnte. 2018 wechselte Richard Basta zum Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus, um dort die Strukturen für ein neues Pilotprojekt mit vorzubereiten. Und seit dem 1. September 2020 geht er nun im Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau mit den dortigen Gläubigen den Weg des Glaubens. Der kommunikative Geistliche ist, wie er auch bei seinem Jubiläum nochmals betonte, für jede Begegnung und für jedes Gespräch dankbar.