Nächstenliebe mit Helm und Spritze

von Redaktion

Feuerwehr Mietraching feiert 150-jähriges Bestehen mit Festgottesdienst und Umzug

Mietraching – Das kleine und beschauliche Mietraching bei Bad Aibling darf stolz auf seine freiwillige Feuerwehr sein. Sie feiert in diesen Tagen ihr 150-jähriges Bestehen. Ganz besonders dürfte der gestrige Festsonntag als überaus gelungenes Ereignis einen festen Platz in ihrer Vereinschronik einnehmen. Vor allem sorgten über 1000 Floriansjünger aus 36 freiwilligen Feuerwehren beim Kirchenzug, beim Festgottesdienst am Kirmer-Anwesen am Gemeindehaus sowie der abschließende Festzug für malerische Szenen.

Patenvereine
am Start

Neben den Patenvereinen der Feuerwehren Bad Aibling, Heufeld und Beyharting gesellten sich 40 Mitglieder der gleichnamigen freiwilligen Feuerwehr aus Mietraching bei Deggendorf, die im Dorf übernachteten und gesellige Tage verbracht hatten, in die froh gestimmte Gemeinschaft der Feuerwehren ein.

Das bunte Bild bereicherten die traditionellen Ortsvereine wie der Trachtenverein Edelweiß Bad Aibling, die Gebirgsschützenkompanie Bad Aibling und die DLRG. Die Musikkapelle Willing, die Stadtkapelle Kolbermoor und der Spielmannszug Bayharting sowie die Dreder Musi sorgten bei den Umzügen für den richtigen Takt. Letztere begleitete als Festmusi die Feldmesse und sorgte in der Festhalle für Stimmung. Der Mietrachinger Kirchenchor hatte eigens einen rhythmischen und neuzeitlichen Liederreigen einstudiert.

Viel Lob für den
Festausschuss

Überwältigt von der einzigartigen Kulisse waren Landrat Otto Lederer, Graf Peter von Lobkowitz mit Gattin, Bad Aiblings Bürgermeister und Schirmherr Stephan Schlier mit Ehefrau Verena, zahlreiche Stadträte sowie führende Vertreter aus der Kreisbrandinspektion, darunter ihr Ehren-Kreisbrandinspektor Klaus Hengstberger. Lob der Ehrengäste galt dabei dem Festausschuss, der, unterstützt von Kommandanten und Führungsspitzen der Jubiläumsfeuerwehr, ein nach ihrer Ansicht „perfektes, reibungsloses und interessantes Fest“ auf die Füße gestellt hatte.

Stadtpfarrer Philipp Kielbassa bewunderte dabei nicht nur das äußere, sondern auch das innere Bild der vielen anwesenden Feuerwehrdienste, einschließlich der jungen aktiven Vertreter in den Jugendfeuerwehren.

Herausforderung
und Anspruch

In seiner Predigt stellte Bad Aiblings Geistlicher den Vers aus dem Johannes-Evangelium „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ als Herausforderung und Anspruch für Jesus Christus in den Vordergrund. Wer dem anderen als Nächsten zur Hilfe komme, der liebt, sucht das Verbinden und schreitet mutig voran, so der Geistliche. Bestes Beispiel dafür seien unter anderem die aktiven Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr.

Den Schlusssegen des Geistlichen hatten anscheinend auch die himmlischen Mächte nicht überhört und läuteten den Festzug mit ein paar Tropfen Nass von oben ein. Dennoch hatte Petrus Einsehen mit dem Festjubilar, stellte schließlich den „Wasserhahn“ ab und beobachtete aus leichten Wolkenlücken die Marschformationen aus vier Zuggruppen sowie Fest- und Ehrenkutschen, der Mietrachinger Kirche als Themenwagen sowie der historischen Feuerspritzen und einer Feuerwehrleiter.

Artikel 7 von 11