Bruckmühl – Drei Veranstaltungsorte, sechs Stunden Rahmenprogramm, sechs Vorträge, 42 Ausstellungs-, Beratungs- und Infostände, musikalische Begleitung sowie mehrere Hundert begeisterte Besucher: Der achte Bruckmühler Seniorentag war ein voller Erfolg. „Die Erwartungen, die wir zusammen mit unserem Veranstaltungsteam mit dem Infotag verknüpft haben, wurden voll und ganz erfüllt“, zeigten sich am Ende die Veranstalterinnen Anneliese Weißbrich und Martina Neuhausen mehr als zufrieden.
Hemmschwellen abbauen
Das Messeformat sprach zahlreiche Senioren an und etwaige Hemmschwellen bei doch eher unbehaglichen Themen, wie beispielsweise Bestattung, wurden abgebaut. „Gerade das ist unser Ziel: Informieren, Optionen und Möglichkeiten für Hilfestellungen aufzuzeigen und auch auf den letzten Weg vorzubereiten – Angehörige wie Senioren selbst“, fasste Neuhausen das vielfältige Angebot zusammen.
Ähnlich bewertete dies Andrea Rosner, stellvertretende Landrätin, in ihrem Grußwort: „Die Veranstaltung strahlt in dieser Art schon eine gewisse Exklusivität aus, was hier auf die Beine gestellt wurde, verdient größten Respekt.“
Der Seniorenbeauftragte des Landkreises Rosenheim, Thomas Waldvogel, bezeichnete die Veranstaltung sogar als „Kronjuwelen der Seniorenarbeit“. Sein Dank richtete sich besonders an seine Bruckmühler Kollegin Anneliese Weißbrich für ihr großes ehrenamtliches Engagement.
Bruckmühls Rathauschef Richard Richter bedankte sich bei Rosner mit einem kleinen Präsent für ihren Besuch. Das Gemeindeoberhaupt selbst nahm sich über drei Stunden Zeit und stand den Senioren im Rahmen seiner Bürgersprechstunde Rede und Antwort. „Ich danke allen Teilnehmern für das bunte Bild rund ums Alter und Älterwerden“, betonte Richter und ergänzte: „Das betrifft jeden von uns einmal, und dann ist Vorsorge ein wichtiger Baustein für ein möglichst langes Wohnen zu Hause.“
Auch in der achten Neuauflage präsentierte sich der Bruckmühler Aktionstag für Senioren mit einem facettenreichen Angebot. In der Heufelder Theaterhalle und im Aula-Bereich der Justus-von-Liebig-Grundschule hatten über 40 Aussteller ihre Beratungs- und Infostände aufgebaut. Die Besucher wechselten zwischen den beiden Veranstaltungsorten wie zur „städtischen Rush-Hour“ hin und her. Im Innenhof bildete eine kleine „Blaulicht-Meile“ mit dem Bad Aiblinger THW, dem Bruckmühler BRK und der Heufelder Feuerwehr mit Informationen und Vorführungen rund um ihr breites Einsatzspektrum nicht nur das farbliche Bindeglied.
Unter dem Motto „Alt werden ist nichts für Feiglinge“ konnten sich die Senioren mit ihren Angehörigen umfassend über die unterschiedlichsten Themenfelder informieren. Dies begann bei „A“ wie Ambulante Hilfe, ging weiter über „K“ wie Körper bewegen und „R“ wie Rat und Hilfe bei Sehverlust und „S“ wie Suchtprävention im Alter bis hin zu „Z“ zu Hause mit pflegenden Angehörigen. Dazu gaben die Aussteller individuelle Tipps, Informationen sowie Hilfestellungen. Auch informierte der Markt Bruckmühl über seine Angebote für Senioren. Diverse Vorträge zu aktuellen und gesundheitlichen Themen rundeten das facettenreiche Portfolio ab.
Lebensqualität
im Alter sichern
Der Fokus lag hierbei auf „Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter sichern und erhalten“ sowie „Vorsicht Trickbetrug“, „Knochenstark essen“ und „Menschen mit Demenz verstehen“. Ein Anziehungspunkt war der Vortrag „Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung – Schenkung – Erbfolge“. Für die musikalische Umrahmung in der Theaterhalle sorgten die Musiker der Heufelder Blasmusik mit ihrem breiten Musik-Repertoire. Die kulinarische Rundumversorgung übernahmen die Feuerwehr Heufeld, das THW Bad Aibling, das Ökumenische Kirchencafé und die Bruckmühler Marktküche.
Zum Ende der sechsstündigen Veranstaltung machte Landkreis-Seniorenbeauftragter Waldvogel noch einmal klar: „Die Senioren sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und breit vertreten. Sie sind auch im Alter noch sehr aktiv, fit und interessiert. Wir alle sollten dementsprechend auch den Fokus mehr auf unsere älteren Mitbürger mit ihren Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erfahrungen und Bedürfnissen lenken, sie haben es verdient.“