Au – Groß war der Andrang jüngst in der Mehrzweckhalle des Sportheims im Bad Feilnbacher Ortsteil Au. Dort hatte Bürgermeister Max Singer zu einer Informationsveranstaltung über die Sanierung der Achthaler Straße eingeladen. Angesichts des großen Publikumszulaufs karrte er sogar eigenhändig weitere Stühle heran.
„Die Sanierung der Achthaler Straße steht außer Frage, sie hat sich nur etwas hingezogen“, betonte er zu Beginn seiner Ausführungen. An der Straßenerneuerung sind neben der Gemeinde auch das Bayernwerk (Stromleitung), die Telekom (Breitbandausbau) und die Wasserversorgung Au (Wasserleitung) beteiligt, so der Rathaus-Chef. Die Baumaßnahme soll im Laufe des Jahres 2026 durchgeführt werden.
Arbeiten in drei
Abschnitte eingeteilt
Im Hinblick auf die Bestandssicherung für die anliegenden Häuser wird vorab eine Dokumentation erfolgen. Die Arbeiten sind in drei Abschnitte eingeteilt und der Durchgangsverkehr wird per Ampelregelung über Kematen umgeleitet. „Die Zufahrt für die Anwohner bleibt gesichert und es wird auch durchgehend ein Fußweg offengehalten“, betonte Singer.
Zwischen der Blumenstraße und Achthaler Staße kann durch das Entgegenkommen eines Landwirts eine Baustellenstraße eingerichtet werden. Peter Feldschmidt vom gemeindlichen Bauamt stellte fest: „Die Anwohner werden an den Kosten der staatlich geförderten Sanierung der verkehrswichtigen innerörtlichen Straße nicht beteiligt.“
Unterbau der Straße
bleibt erhalten
Hinsichtlich der Breitbandanschlüsse erklärte er: „In die Straße werden Leerrohre verlegt, damit später durch die Telekom die Straße nicht mehr aufgerissen werden muss.“ Wer im Zuge der Sanierung einen Anschluss in sein Haus legen lassen möchte, müsse dies allerdings auf eigene Kosten vornehmen.
Ferner wies der Bauamtsmitarbeiter darauf hin, dass auf dem rund 850 Meter langen Straßenstück sowohl die Breite der Fahrbahn (5,50 Meter) als auch die Breite des Gehsteigs (1,50 Meter) unverändert bleibt. Optimiert werden jedoch die Straßenentwässerung und die Beleuchtung. Die Gesamtkosten werden sich auf rund zwei Millionen Euro belaufen.
Norbert Steinberger von dem mit der Planung beauftragten „Büro für Bauwesen und Arbeitsschutz“ (PuD) schilderte, dass bei der Sanierung die derzeitige Asphaltschicht abgetragen wird, der Unterbau aber grundsätzlich erhalten bleibt.
„Probebohrungen haben ergeben, dass bis auf situationsbedingte Ausnahmen keine Auskofferung notwendig ist“, hob er hervor. Der neue Asphaltbelag der Straße besteht aus einer Tragschicht und einer Deckschicht und der Gehweg wird gepflastert.
Des Weiteren erfuhren die rund 70 Besucher, darunter auch Zweiter Bürgermeister Sepp Rauscher und Mitglieder des Gemeinderates, dass die vorhandenen sechs Einleitungen für die Straßenentwässerung nicht mehr verwendbar sind. „Künftig wird es nur noch drei Einleitungsstellen geben, diese werden allerdings mit Abscheidern unter anderem für den Straßenfeinstaub versehen, und die Anzahl der Gullys wird sich auf 32 erhöhen“, legte der Planer dar.
Die Bürger bei dem Projekt mitnehmen
Hans Märkl, Vorsitzender der Wasserversorgung Au, erläuterte zudem das Vorgehen bei den neuen Anschlüssen. Den Abschuss der Veranstaltung bildete eine Reihe von Publikumsfragen, die von den Referenten beantwortet wurden. Die Themen bezogen sich dabei unter anderem auf die Situation der Radfahrer, die Entwässerung und die Durchfahrtsregelung für die einzelnen Bauabschnitte.
Am Ende dankte Bürgermeister Max Singer den Referenten für ihre Erläuterungen und den Besuchern für ihr Kommen. „Miteinander werden wir das Ganze hinkriegen,“ lautete sein Schlusswort.
Für die Anwesenden bot die Veranstaltung umfassende Informationen, sodass sie nach Meinung vieler Besucher durchaus als Beispiel dafür dienen kann, wie man bei solchen Bauprojekten „die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt.