Bad Aibling – Erstmals wurde heuer beim traditionellen Maxlrainer Oldtimer-Festival der Zieleinlauf der „5. ADAC Maxlrain Classic“ zu Beginn der gut besuchten „Oldie Night“ auf das Gelände vor der Ausstellungshalle gelegt.
Dort informierte der Motorjournalist Klaus Morhammer als „menschliches Oldtimer-Lexikon“ die Zuschauer kompetent über viele Details zu den eintreffenden Rallye-Fahrzeugen, die dann zur Siegerehrung nach Maxlrain weiterfuhren.
Nostalgie-Karossen
zu bestaunen
Doch auch nahe der Ausstellungshalle konnten die Besucher zahlreiche Nostalgie-Karossen bestaunen, die der „AMC Bad Aibling“ und der „Inntaler Veteranen-Club“ (IVC) präsentierten. Gleichzeitig startete auch das „Oldie Night“-Musikprogramm. Den ersten Teil lieferte in bewährter Form DJ Roxy (alias Hans-Peter Merkl) mit seinem vielfältigen Repertoire von Oldies und Schlagern aus mehreren Jahrzehnten.
Es erstreckte sich von „My boy Lollipop“ (Millie Small) und „Rivers of Babylon“ (Boney M.) über „Let’s Twist again“ (Chubby Checker) und „Gimme gimme“ (ABBA) bis zu „The Wanderer“ (Dion DiMucci) und „It‘s a real good feeling“ (Peter Kent). Auch eigene Songs hatte er mitgebracht, darunter das extra für die Veranstaltung geschriebene „Heut‘ tanz‘ ich auf der Oldie Night“.
Dazu wurde vor der Bühne bereits ausgiebig das Tanzbein geschwungen. Nach der Vorstellung der Rallye-Teams hieß Kurdirektor Thomas Jahn die Gäste willkommen und wünschte ihnen einen wunderschönen Abend. „Wir machen Musik bis Mitternacht, vorher heimgehen ist verboten“, erklärte er augenzwinkernd. Dann trat die Showband „Blind Date“ in Aktion – keine „blinde Verabredung“, sondern ein Volltreffer. Die siebenköpfige Münchener Formation, die auch auf dem Oktoberfest im Einsatz ist, heizte die Stimmung kräftig an.
Mit ihrer breit gefächerten Setliste nahm die instrumental und vokal prächtig harmonierende Band mit ihren Sängerinnen Michèle und Veronika das begeisterte Publikum mit wechselnden Rhythmen mit auf eine musikalische Zeitreise durch die 50er-, 60er- und 70er-Jahre (mit kurzen Abstechern bis in die 90er). Zur hitparadenverdächtigen Palette zählten etwa zahlreiche Nummern von Elvis Presley (wie „Blues Suede Shoes“, „Jailhouse Rock“, „All shook up“ und „Suspicious Minds“) und Johnny Cash („Ring of Fire“, „Folsom Prison Blues“), aber auch „Love is in the air“ (John Paul Young), „Get back“ (Beatles), „Buona sera“ (Louis Prima), „Rock around the Clock“ (Bill Haley) und „Moviestar“ (Harpo).
Die Tanzfläche war vom Anfang bis zum Schluss stets voll belegt. Die Band verabschiedete sich um Mitternacht mit „Skandal im Sperrbezirk“ (Spider Murphy) und der Zugabe „Son of a Preacher Man“ (Dusty Springfield). Die Gäste spendeten rauschenden Applaus und feierten trotz relativ kühler Abendtemperaturen eine stimmungsvolle und heiße Party.
Auch die Band zog ein überaus positives Resümee über die gelungene „Oldie Night“. „Blind Date“-Bandleader Wolfgang Rolle erklärte: „Unser erster Auftritt an diesem großartigen Ort war einfach unvergesslich. Die Atmosphäre war für uns etwas ganz Besonderes, und wir sind dankbar, dass wir Teil dieses Abends sein durften. Wir kommen sehr gerne wieder – ihr wart fantastisch!“