Bruckmühl – Bei der kürzlich durchgeführten Jahresversammlung der Wendl-
stoana Trachtler ging es von Anfang an besonders emotional zu, fand doch die Versammlung erstmals im neuen Vereinsheim im Bürgerhaus an der Kirchdorfer Straße statt.
Umbau mit viel
Eigenleistung
Mit viel Energie und einer immensen Eigenleistung von bisher schon rund 1500 Stunden hatten die Trachtler die Räumlichkeiten nach dem Auszug der Bücherei für ihre Vereinszwecke gestaltet, umgebaut und die dafür erforderlichen Geldmittel durch zusätzliche Aktionen, zum Beispiel die Gästebewirtung bei Veranstaltungen in der Kulturmühle, erarbeitet.
Vorsitzender Michael Greiner begrüßte vor voll besetztem Haus die Teilnehmer der Jahresversammlung, darunter auch die Ehrenmitglieder Uta Lanzl und Herta Neumaier. Nach dem Totengedenken für die verstorbenen Mitglieder und der Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung übergab Greiner das Wort an Schriftführerin Erika Spohn, die in ihrem Jahresbericht die vielfältigen Vereinsaktivitäten in Revue passieren ließ. Dazu zählten das Gaufest des Inngau-Trachtenverbands in Altenbeuern, das Gaudirndldrahn, die Gauwallfahrt, das gelungene Kirta-Fest beim Rumpl, die erfolgreiche Teilnahme am Marktpreisplatteln, die Auftritte der Schnalzer und der Kindergruppe bei zahlreichen Veranstaltungen, sowie die Teilnahme am Volkstrauertag und die viel bestaunten Adventsfenster. Auch die Veranstaltungen aus dem ersten Halbjahr 2025 blieben nicht unerwähnt.
Es folgte der Bericht von Kassier Julia Höllbauer, der trotz der Ausgaben für das neue Vereinsheim einen sehr guten Stand auswies, worauf die Revisoren Magret Hinteregger und Bernd Stadler Julia Höllbauer nur Bestnoten für ihre Kassenführung bescheinigen konnten.
Jugendleiter Patrick Deißenböck freute sich in seinem Bericht über das gute Abschneiden der Wendlstoana beim Marktpreisplatteln mit vielen Stockerl-Plätzen und einem sensationellen sechsten Platz der Kindergruppe beim Gaudirndl-
drahn. Zudem erinnerte er an die eindrucksvolle Zahl der Auftritte bei den verschiedensten Veranstaltungen in der Marktgemeinde.
Markus Voigt ging für die Schnalzer auf deren Auftritte ein, wobei er die „Oide Wiesn“ beim Oktoberfest München und das 40-jährige Jubiläum der Goaßlschnalzer in Wittibreit im April 2025 hervorhob.
Nach der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft übernahm Vorsitzender Michael Greiner nochmals das Mikrofon und wies auf die nächsten Termine hin, bevor er zu seiner „Abschiedsrede“ ansetzte, denn im Vorfeld der Jahresversammlung hatten Michael Greiner und die Zweite Vorsitzende Margret Hinteregger vereinsintern bekundet, nicht mehr für ihre Ämter kandidieren zu wollen und die Verantwortung in jüngere Hände zu legen.
Mit „Standing Ovations“ dankten die Wendlstoana ihrem „Michi“ für sein großes Engagement und seinen intensiven Einsatz. Und dann war der Weg frei für Neuwahlen, die durch die souveräne Leitung von Thomas Deißenböck, unterstützt von Sandra Treff und Birgit Rumpel, zügig und einstimmig durchgeführt wurden und zu folgendem Ergebnis führten: Vorsitzender ist Matthias Ahrens, sein Stellvertreter Stefan Müller, Kassier Julia Höllbauer, Schriftführerin Erika Spohn, Jugendleiter Patrick Deißenböck.
Bei der Besetzung des Vereinsausschusses wurden folgende Posten vergeben: Zweiter Kassier Walter Gladischefski, Zweiter Schriftführer Alexander Mooser, Vorplattler Simon Spohn, Dirndlvorsteherin Sophie Neumaier, Zweite Dirndlvorsteherin Veronika Neumaier, Jugendleiter Max Gladischefski, Musikwart Alexandra Url, Zweiter Musikwart Susanne Lygmayr, Trachtenwart Christine Hermann, Fähnrich Markus Seidl, Fahnenbegleiter Ludwig Obergschwendtner und Patrick Anner, Revisoren Melanie Döbler und Margret Hinteregger sowie Zeugwart Michael Hermann.
Bevor der neue Vorsitzende Matthias Ahrens seine Antrittsrede startete, wurde Margret Hinteregger mit herzlichem Dank und großem Applaus aus ihrer Verantwortung als Zweite Vorsitzende verabschiedet, und Ehrenmitglied Herta Neumaier bedankte sich ganz herzlich bei ihrem „geliebten Patenkind“ Michael Greiner für seine Leistungen zum Wohle des Vereins, worauf bei den Anwesenden nicht nur viel Beifall ertönte, sondern auch bei dem ein oder anderen feuchte Augen festzustellen waren.
Anschließend bedankte sich Matthias Ahrens herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen, insbesondere auch bei Michael Greiner. Er erinnerte daran, dass er als siebenjähriger Bub bereits in den Verein gekommen sei und wie stolz er gewesen sei, als er kurz darauf bei der ersten Teilnahme am Gaujugendpreisplatteln den 36. Platz erreicht hatte.
Viel mehr als
nur ein Hobby
Der Trachtenverein sei mehr als ein Hobby, denn da stünden das gute Zusammenwirken von Alt und Jung, die sportlichen Herausforderungen sowie die freundschaftliche Verbundenheit im Zentrum. Ihm habe der Trachtenverein sehr viel Glück gebracht, denn dort habe er seine Frau Sophie kennengelernt. „Für dieses Glück bin ich sehr dankbar und auch deshalb möchte ich mich intensiv zum Wohle des Vereins einbringen“, unterstrich Matthias Ahrens, bevor er die Jahresversammlung mit den Worten schloss: „Packen wir es gemeinsam an, getreu unserem Motto: „Lustig samma, lustig bleima!“