Maxlrain/Bad Aibling – Liebhaber von chromblitzenden Attraktionen haben dieses Wochenende sicher dick und fett in ihren Terminkalender eingetragen. Nachdem am heutigen Samstag die 5. ADAC-Maxlrain-Classic, die beliebte Oldtimer-Rallye, sowie am Abend die traditionelle Aiblinger Oldie-Night steigen, wird am morgigen Sonntag die Schlosswiese von Maxlrain wieder zum größten Oldtimer-Parkplatz Süddeutschlands. Dort können Tausende Oldtimer-Fans klassische Fahrzeuge und Motorräder beim ADAC-Maxlrainer-Oldie-Feeling bestaunen. Doch rund um das imposante „Freiluftmuseum“, das Besucher von 10 bis 18 Uhr abschreiten können, gab es in der jüngeren Vergangenheit auch Verstimmungen. Und in diesem Jahr?
Platz-Ärger bei so manchem Teilnehmer
Fakt ist: Das größte Oldtimertreffen Süddeutschlands, das heuer früher als in den vorherigen Jahren stattfindet, erfreut sich in der Region stets einer großen Beliebtheit.
Vor zwei Jahren sorgte ein „lokales Novum“ jedoch für Unzufriedenheit bei vielen Teilnehmern, als der Veranstalter die Nostalgie-Karossen den Besuchern erstmals örtlich getrennt präsentierte – je nach Alter.
So wurden auf der Schlosswiese in Maxlrain die mindestens 40 Jahre alten Fahrzeuge ausgestellt. Die jüngeren, 30- bis 39-jährigen Fahrzeuge „mussten“ im Sportpark Mietraching parken, wo sich der Besucherandrang in Grenzen hielt. Die räumlich getrennte Aufteilung erntete Kritik. Manch ein Fahrzeugbesitzer fühlte sich damals gar „ausgegrenzt“ und sprach von Teilnehmern „zweiter Klasse“.
„Einige Teilnehmer waren tatsächlich nicht so glücklich“, erinnert sich Ulli Nowak, der Ehrenvorsitzende des Aiblinger Automobilclubs (AMC), der den Veranstalter ADAC stets tatkräftig bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Großveranstaltung unterstützt. Man habe sich nach den Schwierigkeiten deshalb wieder gegen diesen Ansatz entschieden, so Nowak.
„Die Fahrer junger Oldtimer (30 bis 39 Jahre) waren mit dem Platz in Mietraching in der Tat nicht glücklich“, erklärt auch Daniel Geradtz, Pressesprecher des ADAC Südbayern. In der Oldtimer-Szene gebe es unterschiedliche Interessengruppen: die große Gruppe derjenigen, deren Herz für sehr alte Fahrzeuge schlägt, aber auch diejenigen, die mit einem jungen Oldtimer (aus den 1990er-Jahren) in die Szene einsteigen möchten, so Geradtz.
Neues Areal für
„junge Oldtimer“
„Uns sind beide Gruppen sehr wichtig“, sagt er. Aufgrund der Unzufriedenheit in der Vergangenheit habe man für das Oldie-Feeling 2025 eine Geländeumplanung vorgenommen und so ein neues Areal für junge Oldtimer geschaffen. Sowohl junge Oldtimer (30 bis 39 Jahre) als auch Oldtimer (40 Jahre und älter) dürfen in diesem Jahr direkt auf dem Veranstaltungsareal abgestellt werden. Wie in den vergangenen Jahren können die Besucher zahlreiche Oldtimer ab 40 Jahren auf der Schlosswiese bewundern. „Die jungen Oldtimer sind im Hopfengarten zu erleben“, beschreibt Geradtz die Neuerung.
Dieses Veranstaltungsareal habe man für dieses Jahr ganz neu konzipiert mit eigener Bühne, einer großen ADAC-Kinderwelt und der Ausstellungsfläche für die jungen Oldtimer.
Doch warum hatte man sich ab 2023 dann überhaupt dazu entschlossen, die jüngere Generation der Oldtimer separat auszustellen? „2022, beim ersten Maxlrainer-Oldie-Feeling nach der Corona-Pandemie, war der Besucherandrang enorm groß“, erinnert sich Geradtz. Aufgrund der hohen Anzahl an Besuchern und Oldtimern habe man Änderungen vornehmen müssen, um sowohl den Besucherstrom als auch die Anreise zu lenken.
„Dieses Konzept haben wir für 2025 nun nochmals nachjustiert und für die jungen Oldtimer wieder einen ansprechenden Platz auf dem Gelände geschaffen.“ Möglich wurde dies auch, da die Oldtimer-Rallye bereits am Vortag startet. „Die Kapazitäten der Schlosswiese selbst sind unverändert: Auf der oberen Schlosswiese finden bis zu 500 Oldtimer Platz. Die Kapazitäten der unteren Schlosswiese variieren je nach Witterung“, so Geradtz.
2024 konnte ein Teil der unteren Schlosswiese aufgrund des starken Regens der Vortage nicht genutzt werden. Auch solche Faktoren müssen bei der Planung berücksichtigt werden, so der ADAC. Für dieses Wochenende hat Ulli Nowak vom AMC jedenfalls die große Hoffnung, „dass das Wetter einigermaßen mitspielt“.