Bruckmühl – Die Initiative Erinnerungskultur lädt am morgigen Dienstag, 27. Mai, um 14 Uhr zur Verlegung eines Stolpersteins für Leonhard Widmann in Bruckmühl, am Haupteingang der Staatlichen Realschule, ein. Leonhard Widmann fiel den nationalsozialistischen Krankenmorden zum Opfer, die oft verharmlosend als „Euthanasie“ bezeichnet wurden. Er wuchs auf einem Bauernhof bei Bruckmühl auf und wurde am 25. April 1942 in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar eingewiesen. Ab 1943 wurde er im sogenannten „Hungerhaus“ systematisch mangelernährt und verstarb am 19. Oktober 1943 im Alter von 20 Jahren. Eine Nichte von Leonhard Widmann wird seine Biografie vorstellen. Die Patenschaft für den Stein hat Landtagspräsidentin Ilse Aigner übernommen. Stolpersteine werden vom Künstler Gunter Demnig seit 30 Jahren für die Opfer des NS-Terrors verlegt. Mit über 120000 Steinen ist das Projekt das größte Flächendenkmal der Welt. Die Steine werden in den Gehwegplan eingesetzt; „man stolpert nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“