Bad Aibling – In ein besonderes Friedenssymbol will der Pfarrgemeinderat die Georgs-Kirche in Bad Aibling zum Pfingstfest verwandeln. 1000 aus Papier gefaltete Tauben wollte er aus diesem Anlass im Kirchenschiff aushängen. Die ins Auge gefasste Zielmarke wird auf jeden Fall überschritten.
Mehr als 1200
Tauben gebastelt
„Der Rücklauf ist enorm. Wir bringen auf jeden Fall mehr als 1200 Tauben zusammen“, freut sich Bärbel Merk, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, über die große Resonanz, die ihre Initiative gefunden hat. Rund 700 kommen allein von den Kindern, die die benachbarte Georgs-Schule besuchen. Dort liefen die Fäden für die Aktion bei Elke Netscher zusammen, die die Nachmittagsbetreuung leitet, die von der Diakonie an der Schule angeboten wird. „Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache“, berichtet Netscher. Allen habe das Basteln großen Spaß gemacht. Verpackt in rund ein halbes Dutzend Kartons haben die Schüler die von ihnen gefertigten Tauben mittlerweile am Sammelplatz in der Kirche abgeliefert. Unterstützung bekam die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates bereits im Vorfeld der Aktion von den Ministranten, den Pfadfindern und dem Kindergarten Sankt Georg, dessen Leiterin Natascha Wittling die Aktion als ein sehr gutes Angebot sieht, „Kindern christliche Werte zu vermitteln“.
Unterstützung
von vielen Seiten
Auch in den Reihen der Kirchenbesucher fanden sich laut Merk zahlreiche Bastler – „darunter auffallend viele Männer“, wie sie betont. Besonders gefreut hat sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates darüber, dass auch eine Frau aus den Reihen der evangelischen Pfarrgemeinde in Bad Aibling die Aktion unterstützte. „Wir kennen uns von der gemeinsamen Organisation des Weltgebetstages her. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, zum Gelingen der Initiative beizutragen. Das ist gelebte Ökumene“, sagt Merk.
Als erfreuliche Überraschung wertet sie zudem zwei Schuhkartons mit Tauben, die die Wirtschaftsschule beisteuerte. „Die haben eine ganz liebe Botschaft dazugeschrieben“, berichtet die Initiatorin der Aktion. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin im Pfarrgemeinderat, Hedi Westphal, und Elke Netscher will Merk jetzt überlegen, wie die geplante Installation in der Kirche am besten ins Auge sticht. Ihr schweben bunte Ringe vor, an denen jeweils 100 Tauben hängen. „Die sollen sich wie ein Regenbogen durch die ganze Kirche ziehen“, erläutert sie ihren Grundgedanken.
Bereits einige Tage vor Pfingsten soll die Arbeit in der Kirche abgeschlossen sein. „Das wird eine ganz schöne Herausforderung für uns, aber mit Unterstützung von Helfern schaffen wir das schon“, zeigt sich Merk zuversichtlich. Wie lange die Papiertauben in der Kirche hängen können, darüber muss sie mit Pfarrer Philipp Kielbassa noch sprechen. „Ich denke, sie sollten auf jeden Fall über den Sommer dort bleiben und als Mahnung zum Frieden dienen. Das passt auch gut zur Firmung, die demnächst in der Kirche gefeiert wird“, meint Merk.
Dass ihre Initiative auf ein so großes Echo gestoßen ist und sich so viele Kinder aktiv daran beteiligt haben, das freut Bärbel Merk sehr. „Es ist erstaunlich, welch große Inspiration gerade aus den Reihen der Schule und des Kindergartens kam“, sagt die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates voller Anerkennung. tt