Neues Gastro-Konzept in Bad Aibling

von Redaktion

Wo einst die „Gartenküche“ zu Hause war, öffnet an diesem Freitag (30. Mai) das Café „Herbivora“. Inhaberin Viola Cunha gibt Einblicke in das besondere Konzept. Was die Besucher erwarten dürfen und welches Geheimnis die 27-Jährige über sich verrät.

Bad Aibling – Es duftet nach aromatischem Kaffee und Frischgebackenem. Wenige Tage vor der Eröffnung lädt das neue Café in der Bad Aiblinger Bahnhofstraße bereits mit einem stimmigen, geerdeten Ambiente ein.

Mehr als Torten
und Kuchen

Helle, grüne Farben und diverse Sitzgelegenheiten, die einem „das Wohlfühlen“ einfach machen sollen. Die verlockend anmutenden Torten und Kuchen tun da ihr Übriges. „Ein eigenes Café war schon immer mein Traum“, sagt Viola Cunha, Inhaberin des neuen „Herbivora“, was aus dem Lateinischen übersetzt „Pflanzenfresser“ bedeutet.

Die 27-jährige Rosenheimerin, die den neuen Laden mit ihrem uruguayischen Mann Leandro eröffnen wird, ist gelernte Konditormeisterin. Nach beruflichen Stationen in Kolbermoor und München will sie sich in der Kurstadt nun selbst verwirklichen. „Super Lage, entspannte Umgebung und total nette Leute“, lautet ihr erstes Fazit zu Bad Aibling.

Seit Februar hat das Paar die Schlüssel für die Ladenfläche, wo zuvor noch die „Gartenküche“ ansässig war. „Wir haben zufällig den Post auf Instagram gesehen, dann ging es ganz schnell.“

Nun, nach kräftezehrenden Monaten, in denen das Paar nahezu alles selbst renoviert und umgestaltet hat, soll es an diesem Freitag (30. Mai) losgehen. „Unser Konzept geht schon hauptsächlich in Richtung süß, das geht mir leicht von der Hand“, sagt die Konditormeisterin schmunzelnd, während die kleine Hündin Mila, die das Ehepaar aus dem Tierheim hat, mit wedelndem Schwanz an ihren Füßen steht.

Will „Wohlfühloase“
schaffen

Das Skurrile daran: Viola Cunha isst selbst gar nicht so gerne Kuchen, „ich bin gar nicht so die Süße“. Dennoch sei es ihre Leidenschaft, selbst kreierte Zimtschnecken, Cookies, Karotten-Apfelkuchen, Käsekuchen, Apfelstrudel oder Erdnussbutter-Schoko-Torte zu backen und damit ihre Kunden glücklich zu machen.

Mit den stets variierenden süßen Köstlichkeiten will sie zusammen mit der entspannten Atmosphäre eine echte „Wohlfühloase“ schaffen.

Dabei helfen sollen auch verschiedene Sitzplatzkonstellationen, durch die sich auch Besucher, die alleine kommen, heimisch fühlen können, so Cunha. Daneben soll es aber auch herzhafte Snacks wie selbstgebackenes Focaccia, Bagels oder Brote geben. Das Besondere am Konzept: „Es ist alles vegan“, sagt die 27-Jährige, die allgemein großen Wert auf Nachhaltigkeit legt, was sich etwa an vielen liebevollen wiederverwerteten und restaurierten Stühlen und anderen Möbeln im Laden zeigt. Mit ihrer „Plant-based bakery“ liege es ihr jedoch fern, mit erhobenem Zeigefinger andere Menschen zu missionieren. „Mein Ziel ist es einfach, den Leuten das Vegane näherzubringen“, sagt Cunha. „Wenn sie merken, es ist vegan und schmeckt trotzdem, ist es das schönste Gefühl.“

Und letztendlich werde gebacken, wie überall sonst auch – „nur eben ohne Eier, Butter oder Milch, was wirklich kein Problem ist“, sagt die Konditormeisterin, die sich einst „komplett ethisch motiviert“ für die vegane Ernährung entschieden hatte.

Stundenlang
gemeinsam backen

Mittwochs bis sonntags soll das Café „Herbivora“ von nun an zwischen 9 und 16 Uhr offen stehen. „An den Sonntagen planen wir ein Brunch-Buffet, was es vegan so normalerweise nirgends gibt“, sagt die Rosenheimerin voller Vorfreude. Zusammen mit Leandro – und Mila – freut sie sich nun auf die Aiblinger Kunden, von denen es bereits vor der Öffnung reichlich interessierte Nachfragen und positives Feedback gegeben habe.

Doch bei aller Euphorie ist den Cunhas freilich auch klar, dass nun ein hartes Stück Arbeit auf sie zukommt. „Vor und nach unseren Öffnungszeiten werden wir beide jeweils noch einige Stunden in der Küche stehen und backen.“

Doch auch aufgrund ihrer beruflichen Vorerfahrung wisse sie schon, worauf sie sich einlässt. Und vielleicht bekommt Hündin Mila dann bald ein Stückchen Kuchen ab.

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