Das „Herz von Harthausen“ feiert

von Redaktion

Feuerwehr begeht 150-jähriges Bestehen mit Gottesdienst und Festumzug

Bad Aibling – Auf gelungene Festtage durften die Floriansjünger der Feuerwehr Harthausen anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens zurückblicken. Die vielen Mühen während der Planung und Vorbereitungen belohnten die himmlischen Mächte zumindest mit einem regenfreien Festsonntag und sogar gelegentlichem Blinzeln der Sonne.

Dreder Musi sorgt
für Stimmung

Entsprechend herrschte Spitzenstimmung, welche acht benachbarte und befreundete Feuerwehren sowie weitere Vereine, darunter die Delegation der Feuerwehr Paindorf aus Pfaffenhofen/Ilm, der Veteranenverein Harthausen/Ellmosen, die Veteranen-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bad Aibling sowie die Burschenschaft Harthausen/Ellmosen in die Scherer-Festhalle mitbrachten und damit der Jubiläumsfeuerwehr die Ehre erwiesen. Für Unterhaltung sorgte die Dreder Musi.

Ehrengäste zeigen sich begeistert

Begeisterung löste die herrliche Kulisse nicht nur bei den beiden Vorsitzenden Siegfried Raß und Quirin Weigl, den Kommandanten Andreas Lindl und Andreas Mayer, bei Festleiter Marinus Brandl und den Mitgliedern des Festausschusses aus. Die gute Laune sprang in kurzer Zeit auch auf die Ehrengäste Kreisbrandrat Richard Schrank, Kreisbrandmeister Josef Kirner, Ehren-Kreisbrandinspektor Sepp Glaser, den beiden Altbürgermeistern Dr. Werner Keitz und Felix Schwaller, Bürgermeister Stephan Schlier, dem Landtagsabgeordneten Andreas Winhart und den anwesenden Stadträten über.

Ein buntes Bild – vorherrschend war allerdings das typische Blau zahlreicher Feuerwehruniformen – kennzeichnete den Kirchenzug und den Festgottesdienst auf der Wiese neben der Harthauser Friedenskapelle. Dort zelebrierte Stadtpfarrer Philipp Kielbassa, unterstützt von Diakon Klaus Schießl, den Festgottesdienst, den neben der Dreder Musi der Männerchor „Lyra Lohholz“ unter der Leitung von Susi Sedlbauer feierlich umrahmte.

Die zunehmende Spaltung und Polarisierung in der Gesellschaft war Thema von Bad Aiblings Geistlichem Kielbassa. Seinen Worten folgend seien die Menschen im Denken und Handeln grundverschieden und nicht in allen Dingen „eins“. Passen müssen aber zwischenmenschliche Beziehungen, verbunden mit der Eigenschaft, sich „aufeinander verlassen zu können“, wie sie in den freiwilligen Feuerwehren, explizit in der Jubiläumswehr, bei ihren Einsätzen gepflegt werde. Unglücke, Katastrophen, Leid und Not können Gesellschaften spalten, so der Stadtpfarrer. Die Menschen seien auf Gemeinschaften und das Miteinander zur Stärkung des Zusammenhalts und der Einheit angewiesen. „Dazu gehört auch die Pflege der Beziehung mit Jesus Christus“, so Philipp Kielbassa abschließend.

Den Worten von Bürgermeister und Schirmherrn Stephan Schlier im Anschluss an den Gottesdienst folgend, erledige die Harthauser Feuerwehr als kleinere der sechs Einheiten in Bad Aibling nicht nur „zuverlässig und gewissenhaft“ ihre Kernaufgaben bei Einsätzen „im Sinne von retten, löschen, schützen und bergen“. Vielmehr sei sie das „Herz von Harthausen“, das die Dorfgemeinschaft aktiv trägt „und für ein lebendiges Miteinander“ sorgt. Vor allem stelle sie einen „bedeutungsvollen Garanten für die Sicherheit der Bürger“ dar. Von unschätzbarem Wert sei die „hervorragende Einsatzbereitschaft“ auch tagsüber.

Den krönenden Höhepunkt bildete im Anschluss an die Bayernhymne ein prachtvoller Festzug durch Harthausen.

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