Drei Bauabschnitte für optimalen Brandschutz

von Redaktion

Feuerwehrhaus wird erweitert und saniert – Rohbau des Rückgebäudes im Juli fertig

Bad Aibling – Mit Kosten in Höhe von gut 21 Millionen Euro schlagen nach derzeitiger Schätzung die Sanierung und die Erweiterung des Bad Aiblinger Feuerwehrhauses zu Buche. Das Areal an der Heubergstraße dürfte sich bis zum Jahr 2030 als Baustelle präsentieren. Derzeit sind die Rohbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt in vollem Gange, der die Errichtung eines neuen Rückgebäudes auf der Nordseite des Grundstückes umfasst.

Nach Auskunft der Stadt soll der Rohbau im Juli fertig sein. Laut Pressesprecherin Franziska Vogl laufen bereits die Ausschreibungen für die Estrich-, Trockenbau- und Fliesenlegerarbeiten für das Gebäude. Aktuellen Berechnungen zufolge liegen die Ausgaben für diesen Bauabschnitt bei etwa 4,98 Millionen Euro. „Wir gehen augenblicklich von der Einhaltung des Kostenrahmens aus“, zeigt sich Vogl optimistisch.

Der zweite Bauabschnitt soll im Februar 2027 beginnen und sieht unter anderem den Rückbau der Interimszelte vor, in denen derzeit Gerätschaften der Feuerwehr untergebracht sind. Anschließend wird geschossweise der westliche Teil des Hauptgebäudes abgebrochen. Wenn der Bestand des verbleibenden Gebäudeteils gesichert ist, wird der geplante Erweiterungsbau in Angriff genommen. Rund 7,53 Millionen Euro an Kosten fallen hierfür an.

Im Herbst 2028 soll mit der Entkernung des restlichen Hauptgebäudes der dritte und letzte Teil der Baumaßnahme gestartet werden. Die Stadt kalkuliert für diesen Abschnitt mit einem Mittelbedarf von rund 8,73 Millionen Euro. Dass Neubau und Sanierung im laufenden Betrieb erfolgen, ist nach Angaben von Franziska Vogl eine „besondere Herausforderung“ für die Feuerwehr. „Um den Betrieb sicherzustellen, sind mehrere interne Umzüge erforderlich“, weiß Vogl. Jeder Bauabschnitt erfordere flexible Übergangslösungen. „Mit der aktuellen Baumaßnahme investieren wir bewusst in die Zukunft und Sicherheit unserer Bürger“, betont Bürgermeister Stephan Schlier. Er wisse um die Belastung, die die Arbeiten für die Feuerwehr mit sich brächten. Ausdrücklich danke er ihr bereits jetzt für ihre Geduld und die Flexibilität, die ihr in den kommenden Jahren abverlangt werde. „Am Ende dieser Etappen steht ein Feuerwehrhaus, auf das ganz Bad Aibling stolz sein kann. Es wird für Jahrzehnte einen verlässlichen Betrieb gewährleisten“, zeigt sich der Bürgermeister überzeugt.

Auch Reinhard Huber, der Kommandant der Bad Aiblinger Feuerwehr, weiß um die großen Herausforderungen, die die Baumaßnahmen für die Wehr mit sich bringen. „Es hat bis zum Beginn der Bauarbeiten zwar lange gedauert, jetzt sehe ich allerdings Licht am Ende des Tunnels“, so Huber. Zwischen der Stadt und der Feuerwehr herrsche ein gutes Einvernehmen.

Huber ist optimistisch, dass der vorgesehene Zeitplan für die einzelnen Bauabschnitte eingehalten werden kann. „Es ist schon wichtig, dass der fahrende Zug jetzt nicht mehr gestoppt wird, weil der Stadt das Geld ausgeht“, spricht er allerdings eine Sorge an, von der er nicht ganz frei ist. tt

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