Bad Aibling –Ein ökumenischer Festgottesdienst im Rahmen des Bad Aiblinger Pfingstvolksfestes könnte nach Ansicht von Pfarrer Markus Merz von der evangelischen Gemeinde sowie seines katholischen Amtsbruders Stadtpfarrer Philipp Kielbassa durchaus zur Tradition werden. Anstatt in einem Gotteshaus fand die Messfeier auf Einladung der Festwirtsfamile Jochen Mörz erstmals im Festzelt vor überraschend zahlreichen Gläubigen beider Konfessionen statt.
Den musikalischen Rahmen gestaltete das Bläserensemble der evangelischen Kirche Bad Aibling, unterstützt von Konrad Liebscher am E-Piano. Zur Seite stand den beiden Geistlichen Stephan Reinbrecht, Diakon in Ausbildung. Miteinander feiern sei auch an einem ungewohnten Ort möglich, wie Pfarrer Merz mit Blick auf die vielen Besucher feststellte.
Pfingsten sei ein Fest von Lebendigkeit, des Zusammenkommens und der Lebensfreude, wie derzeit auch beim Pfingstvolksfest. Wichtiges Augenmerk bilde die Kommunikation mit Sprache und offenem Ohr zur Verständigung, von der auch die Demokratie lebe. Im Festzelt sei der Geist inmitten einer harmonischen Gemeinschaft lebendig.
Äußerst abwechslungsreich waren auch die ersten vier Tage des Pfingstvolksfestes. So folgte auf den fulminanten Auftakt am Freitagabend ein verregneter Samstag, der die Stimmung bei den Fahrgeschäftbetreibern, Schaustellern und Festwirt trübte. „Es wäre schon ein Wunder, wenn es am Aiblinger Volksfest einmal nicht regnet.“ Diese Äußerung kam von Besuchern, die sich am Samstag einen vergnüglichen Familientag bei guter Witterung gönnen wollten. Auch Festwirt Jochen Mörz und sein Team sowie die Schausteller hätten sich jede Menge Trubel und Ansturm gewünscht. Dennoch ließen sich die Besucher nicht entmutigen, etwa das Team „Verde“ aus Kurtinig an der Weinstraße in Südtirol, das seinen eigenen „König“ mitgebracht hatte. Kinder freuten sich über das Kasperltheater von Werner Schöberl, der zum ersten Mal auf der Musikerbühne im Festzelt gastierte und mit Stücken wie „Kasperl und der Metzger“ oder „Kasperl und die Zauberschachtel“ die jungen Zuschauer zum Mitmachen anregte. Die gute Festlaune verbesserte sich etwas am Sonntag, als sich die Regenwolken zwischenzeitlich lichteten.
Das an den verregneten Vortagen Versäumte holten Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, am gestrigen Pfingstmontag nach. Beliebte Anlaufstellen waren Fahrgeschäfte wie Kinderkarussell, Musik-Express, Autoscooter oder Trampolin-Jumping.
Begehrt waren die kulinarischen Schmankerl wie Hendl, Ochsenbraten oder Spareribs zur frisch eingeschenkten Mass Bier im Zelt oder im gut besuchten Biergarten. Für musikalischen Genuss sorgten Blaskapellen sowie am gestrigen Pfingstmontag das „Swing & Dance Orchestra“ der „Aiblinger Big Band“. pes