Sanierung in einem Zug geplant

von Redaktion

Arbeiten am Schwimmbadgebäude in Bad Feilnbach kosten rund eine Million Euro

Bad Feilnbach – Das Bad Feilnbacher Schwimmbad, vor allem sein neues Edelstahlbecken sowie die umgebenden Außenanlagen, hat sich nach seiner Sanierung zum Schmuckstück für kleine und große Wasserratten und Erholungssuchende aus nah und fern gemausert. Sorge bereitet den Verantwortlichen der Gemeinde Bad Feilnbach aber der allgemeine Zustand des in die Jahre gekommenen Schwimmbadgebäudes.

Bauliche und
strukturelle Mängel

Mit seiner unvermeidbaren Sanierung befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Nach einer Zustandsbewertung von „Theinert Maier Architekten PartGmbB“, kurz TMA, befindet sich das Schwimmbadgebäude in Substruktur und Einbauteilen allgemein in einem sehr maroden technischen und optischen Zustand. Wie Thomas Maier von TMA in seiner Vorstellung erläuterte, sei der Zustand der tragenden Holzstruktur in Ordnung, dafür ergaben sich versteckte Mängel an unzugänglichen Stellen, etwa defekte Elektrik, Auflösung von Estrich oder unter Putz verlegte Sanitärgegenstände. Festgestellt wurden bauliche und strukturelle Mängel und nicht konformer Bautenzustand.

Nach Einschätzung von TMA sei eine Ertüchtigung der bestehenden Struktur nicht sinnvoll und nachhaltig. Daher wurde der Rückbau der bestehenden Substruktur auf Rohbauzustand vorgeschlagen. Die tragende Gebäudestruktur sowie die Dachkonstruktion bleiben erhalten.

Als Möglichkeit stellte Maier die Aufgliederung in Einzelmaßnahmen nach Priorisierung und Konzeptplanung entsprechend dem finanziellen Rahmen der Gemeinde in den Raum. Die Gesamtbaukosten einer zonenorientierten Sanierung in Einzelmaßnahmen, ohne Architektenleistungen und Unvorhergesehenes, bezifferte Maier auf rund 1,07 Millionen Euro bezogen auf den Kostenstand vom ersten Quartal 2024.

Durchführung
im Jahr 2028

In der anschließenden Aussprache bekannten sich die Gemeinderäte zu einer notwendigen Sanierung des Schwimmbadgebäudes. Kritisch sei allerdings die finanzielle Lage, in der sich die Gemeinde befinde, und die genaue Betrachtung weiterer Planungen sowie der Ausführung des Vorhabens erfordere. Eine Verlängerung von zugesagten und noch nicht abgerufenen Fördermitteln aus der Schwimmbeckensanierung wurde von staatlicher Seite bis 2028 stattgegeben.

Als weniger sinnvoll erachtete ein mehrheitliches Ratsgremium eine Ausführung der Sanierungen mittels Einzelmaßnahmen, auch mit Blick in Richtung Aufwand und Wirtschaftlichkeit in einem Zug. Allerdings seien entsprechend der Vorgaben der kommunalen Aufsicht des Landratsamtes unter anderem freiwillige Leistungen auf das Notwendigste zu verschieben. Wichtig sei, unabwendbare Maßnahmen wie etwa an der Elektrotechnik noch heuer nach Abschluss der Schwimmbadsaison in Angriff zu nehmen.

Die weitere Planung in den Leistungsphasen 5 bis 9 für die Sanierung erfolgt nach einstimmigen Beschluss des Gemeinderats 2026. Daran schließen 2027 die Ausschreibungen sowie 2028 die Ausführung in einem Durchgang an.

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