Tuntenhausen glänzt mit Millionenplus

von Redaktion

Herausforderung für künftige Haushalte – Rücklagen schmelzen ab

Die vielen Gewerbebetriebe im Oberrainer Feld tragen maßgeblich zur guten Steuerentwicklung der Gemeinde bei. Foto stache

Tuntenhausen – Die Jahresrechnung 2024 der Gemeinde Tuntenhausen stellt sich positiv dar. Insbesondere durch Steuermehreinnahmen konnten wieder alle notwendigen Investitionen problemlos finanziert werden. Das Ergebnis der Haushaltswirtschaft 2024 ist in der Jahresrechnung dokumentiert, die ein Haushaltsvolumen von 36776543 Euro umfasst.

Bemerkenswert dabei ist, dass die Zuführung an den Vermögenshaushalt stolze 4798899 Euro beträgt. Im Vergleich zum Ansatz des Haushaltes 2024 (919000 Euro) zeigt sich hier eine Steigerung von 3879899 Euro.

Zuwachs bei der
Gewebesteuer

„Diese Steigerung beruht im Wesentlichen auf hohe Steuermehreinnahmen“, erläuterte Kämmerer Andreas Marx. Alleine die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer in der Gemeinde beliefen sich auf 3485000 Euro. „Wir haben einfach sehr breit gestreute Gewerbesteuerzahler“, merkte Bürgermeister Georg Weigl an. Seinen Worten zufolge ist dies der Erfolg einer jahrelangen Politik in Tuntenhausen, die darauf abzielt, die ansässigen Betriebe in ihrem Wachstum zu unterstützen.

Trotz dieser deutlich positiven Entwicklung reduzierte sich aber die Rücklage um insgesamt 979747 Euro. „Dies liegt vor allem darin begründet, dass ein geplanter Grundstücksverkauf nicht realisiert werden konnte, ergänzte Marx. Auch die Haushaltsüberschreitungen, über- und außerplanmäßig, erläuterte der Kämmerer. Seit mittlerweile elf Jahren, genau seit 3. Dezember 2014, ist die Kommune schuldenfrei. Und verfügt noch über einige Rücklagen, die zwar abschmelzen, aber immer noch etliche Millionen Euro betragen. Allerdings ist die künftige wirtschaftliche Entwicklung, so Marx, weiterhin schwer einzuschätzen, weshalb die Kämmerei unverändert sehr vorsichtige Ansätze wählte. Marx sagte: „Insgesamt entwickelte sich der Haushalt 2024 positiv“. Im Hinblick auf die kommenden Jahre müsse es aber das Ziel des Gemeinderats, Bürgermeisters und Verwaltung bleiben, die bisherige vernünftige Haushaltspolitik fortzuführen. Nur so werde es möglich sein, künftige Investitionen ohne finanzielle Probleme umzusetzen.

Höhere
Kreisumlage

Bürgermeister Weigl wies ferner darauf hin, dass Tuntenhausen künftig auch mit einer höheren Kreisumlage zu rechnen hat. Der Gemeinderat stimmte dann ohne Diskussion der Jahres- rechnung 2024 und dem Rechenschaftsbericht zu, und zwar einstimmig. ws

Artikel 1 von 11