Ein finanzieller Kraftakt für die kleine Kirchengemeinde in Ellmosen wird die anstehende Restaurierung des Fronleichnamshimmels, unter dem bei der Prozession an diesem Festtag die Monstranz als Zeichen der Gegenwart Christi durch die Straßen des Dorfes getragen wird. Auf rund 13000 Euro schätzt Kirchenpflegerin Maria Grünwald die Kosten, die für die Erneuerung des mit Stickereien besetzten historischen Stoffbaldachins anfallen, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts gefertigt wurde. „Der Stoff ist ziemlich zerschlissen. Der Himmel kommt heuer zum letzten Mal im aktuellen Zustand zum Einsatz. Dann muss er dringend erneuert werden“, sagt Grünwald. Fester Bestandteil der Fronleichnamsprozession in Ellmosen sind auch vier Standarten, die in etwa so alt wie der Himmel sind. Zwei davon, die Kinder- und die Marienfahne, befinden sich nach der bereits erfolgten Erneuerung wieder in einem guten Zustand. Rund 4200 Euro hat die Pfarrgemeinde hierfür in die Hand genommen. „Die Restaurierung der beiden anderen schieben wir jetzt erst einmal“, berichtet die Kirchenpflegerin. Absolute Priorität habe der Himmel. Als „ermunterndes Zeichen“ wertet Grünwald einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro, den sie aus Mitteln einer privaten Hinterlassenschaft an die Kirche in Bad Aibling erhält. Dankbar ist sie darüber hinaus auch einer Gruppe junger Frauen, die in Ellmosen das Fastenessen und ein Weinfest auf die Beine gestellt haben und auch im nächsten Jahr den Erlös dieser Veranstaltungen für denselben Zweck zur Verfügung stellen wollen. „Da dürfen wir mit einem vierstelligen Betrag rechnen“, freut sich Grünwald. Bei der Fronleichnamsprozession in diesem Jahr will sie damit beginnen, die Werbetrommel für das Ansinnen zu rühren. Entsprechende Überweisungsträger mit Vordruck hat sie bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling bereits in Auftrag gegeben. Fotos /text kotter