Wegweiser für die Welt

von Redaktion

Neues Turmkreuz für St. Vigilius eingeweiht

Kirchdorf – Die Pfarrkirche St. Vigilius im Bruckmühler Ortsteil Kirchdorf wird einer gründlichen Renovierung unterzogen. Zu den umfangreichen Renovierungsarbeiten zählt auch die Sanierung des Kirchturms (wir berichteten). Als deren „Krönung“ wurde nunmehr das nagelneue Turmkreuz geweiht.

Bei der Segnungsfeier, an der gut 50 Gläubige teilnahmen (darunter Pfarrer i. R. Harald Höschler und der Bruckmühler Ehrenbürger Anton Stahuber), erklärte Pfarrer Augustin Butacu: „Dieses Kreuz ist kein Stück Stahl, sondern ein Bekenntnis und ein Fingerzeig. Es ist kein Denkmal der Niederlage, sondern ein Zeichen des Sieges. Wir stellen uns unter dieses Zeichen und wollen, dass es sichtbar bleibt für die Pfarrgemeinde und für die Welt, wie ein Wegweiser in der Landschaft oder ein Licht auf dem Berg.“

Kirchliche Delegation
wagt sich in die Höhe

Butacu führte fort: „Das neue Turmkreuz soll ein neuer Anfang sein nach der Renovierung der Pfarrkirche.“

Mit Fürbitten und dem gemeinsamen „Vaterunser“ endete die kirchliche Zeremonie. Danach richtete Kirchenpfleger Anton Hell Dankesworte an Pfarrer Butacu und an alle am Renovierungsprojekt Beteiligten. Sein besonderer Dank galt Lydia Lehner vom Architekturbüro „A2“: „Ohne Sie würden wir heute nicht hier stehen.“ Ferner berichtete er über den Inhalt der alten Turmkugel, der aus den beiden vorherigen Renovierungen in den Jahren 1909 und 1951 stammt. So fanden sich darin verschiedene Schriftstücke mit Ausführungen über das Gotteshaus, teils in sogenannter „deutscher Schrift“.

Als Andenken an die aktuelle Renovierung wurden unter anderem Euro-Münzen sowie Ausgaben des „Mangfall-Boten“ und der „Münchner Kirchenzeitung“ hinzugefügt. Seine Ausführungen beschloss Anton Hell mit dem Gebet, das der damalige Pfarrer Gasteiger beim Aufziehen des renovierten Kreuzes im Jahr 1909 gesprochen hatte und in dem es hieß: „Nun setzet das Kreuz an die Spitze des Turmes, damit es hinausleuchtet in die Lande als Zeichen lebendigen Glaubens an Jesus Christus.“

Architektin Lydia Lehner hob die gute Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung und dem Kirchenpfleger und das Engagement der ausführenden Firmen hervor. Anschließend wurde das von der Regensburger Kunstschmiede Simmel gefertigte, rund drei Meter hohe Kreuz in zwei Teilen auf die Spitze des 52 Meter hohen Kirchturms gehievt und dort von Dachdeckermeister Marcus Grabrucker aus Kirchberg bei Erding und seinem Team fixiert. Zu guter Letzt wagte sich eine „kirchliche Delegation“ mit Pfarrer Augustin Butacu an der Spitze hoch hinauf, um das soeben vollendete Werk aus nächster Nähe zu besichtigen. Der Geistliche dachte bei der Fahrt mit dem Baustellenaufzug möglicherweise an das Kirchenlied „Näher, mein Gott, zu dir“. Musikalisch würdig umrahmt wurde die Feier von der Kirchdorfer Bläsergruppe unter der Leitung von Franz Grabichler.

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