Auf der Zielgeraden

von Redaktion

Wenige Änderungen am Bebauungsplan für die Ostermünchner-Mitte

Ostermünchen – Mit dem Abwägungs- und Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 65 „Niedergarten Feld“, besser bekannt als Ostermünchner-Mitte, befasste sich der Gemeinderat kürzlich nach erneuter Auslegung.

Die Anmerkungen der Behörden und Träger öffentlicher Belange waren diesmal sehr begrenzt. Lediglich die Regierung von Oberbayern, das Staatliche Bauamt, die Bayernwerke, die Telekom und der Regionale Planungsverband hatten Anmerkungen.

Zu der Diskussion war auch Kathrin Geßl vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München eingeladen. Sie erläuterte, dass die beiden Teilbereiche A und B funktional und infrastrukturell miteinander verflochten sind. Besonders hinsichtlich der Erschließung, Wegebeziehungen und Versorgung kann die Entwicklung nicht getrennt voreinander erfolgen.

Das Modell sieht nun (wir berichteten) zwei Akteure mit unterschiedlichen Rollen und Verantwortungsbereichen vor. Eine Erschließung, so Graßl, und eine Umsetzung des Vorhabens durch einen einzigen Vorhabenträger ist somit nicht mehr planungsrechtlich abbildbar, weshalb der vorhabenbezogene Bebauungsplan bekanntlich auch nicht mehr umsetzbar ist. Deshalb wird das Verfahren, so die Stadtplanerin, in einen Angebotsbebauungsplan überführt.

Allerdings, so führte sie weiter aus, ergeben sich an den Planunterlagen nur wenige Veränderungen. Auch die Gesamtversiegelung erhöht sich dadurch nicht. Allerdings werden die Bauräume enger um die geplanten Gebäude gezogen. Der Dorfplatz wird künftig eine öffentliche Verkehrsfläche mit Zweckbestimmung Geh- und Radweg.

Auch beim Stellplatznachweis ergab sich Neues: Grundsätzlich gilt 2 St/WE inklusive Besucherstellplätze. Jedoch kann nach Vorlage eines abzustimmenden und vertraglich zu sichernden Mobilitätskonzeptes auf 1,5 St/WE abgewichen werden. Ohne längere Diskussion nahm der Gemeinderat dann die Abwägungen zur Kenntnis und billigte den vierten Entwurf des Bebauungsplanes einstimmig. Die Verwaltung wird nun das erneute Auslegungsverfahren durchführen. „Es könnte jetzt das letzte sein“, gab sich Bürgermeister Georg Weigl optimistisch. ws

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