Bad Feilnbach – Im Januar wurde, wie berichtet, der Verein „Sing- und Musikschule Bad Feilnbach e.V.“ gegründet. Sinn und Zweck des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen sowie auch altersmäßig fortgeschrittenen Schülern die Welt des Kulturguts „Musik“ näherzubringen und eine bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Über den aktuellen Stand der Vereinsentwicklung informierte der Vorsitzende Sepp Dostthaler das anwesende 14-köpfige Bad Feilnbacher Gemeinderatsgremium jetzt in einer Sitzung.
Mittlerweile rund
80 Mitglieder
Dem Verein gehören inzwischen 80 Mitglieder an. Offizieller Start für die Sing- und Musikschule, die auf ein großes vorhandenes Potenzial an musikalischem Nachwuchs in der Gemeinde bauen kann, ist für September 2025 geplant.
Herausfordernd seien allerdings die organisatorische Handhabung sowie das Thema Finanzen, das ein Überdenken der Vereinsarbeit erfordere. Die vertraglich mit der Gemeinde festgelegte Fördersumme von jährlich maximal 35000 Euro für 50 Wochenstunden mit studierten Lehrkräften reiche nach ersten Einschätzungen zur Wahrnehmung des Bildungsauftrages einer Sing- und Musikschule, die nicht mit anderen Vereinen vergleichbar ist, nicht mehr aus.
Eine Belastung für den eigenständigen Verein sei der Verwaltungsaufwand. Wie bereits einige Gespräche ergaben, sei eine Kooperation mit der Musikschule ein sinnvoller Weg, über den Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung befinden sollen, so Dostthaler. Vor allem könne die anspruchsvolle Verwaltung nach Rosenheim verlagert werden.
Bezüglich vorhandener Instrumente solle der Unterricht in Bad Feilnbach verbleiben. Wie Bürgermeister Max Singer (ÜW) ergänzte, fand ein Austausch auch mit Überlegungen über Angebote außergewöhnlicher Musikinstrumente mit Bürgermeistern der Inntalgemeinden Brannenburg und Flintsbach statt.
In der anschließenden Aussprache bekannte sich der Gemeinderat mehrheitlich zur Notwendigkeit einer Sing- und Musikschule in der Gemeinde Bad Feilnbach und richtete den Blick hin zu einer kostengünstigen, kraft- und arbeitssparenden Kooperation. Allerdings dürfen Vereine, die ebenfalls kulturelle und jugendfördernde Ziele gewissenhaft und mit Sorgfalt pflegen, nicht ungleich behandelt werden, wie Thomas Zink (ÜW) forderte.
Blick in die
Nachbargemeinden
Wie Sieglinde Angermaier (Grüne) argumentierte, sei es Aufgabe der Verwaltung, Kinder und Jugendliche in ihrer Bildung, unter anderem zur Musik, zu fördern. Dabei verwies die Gemeinderätin auf die vertraglichen Festlegungen, die einen gedeckelten Zuschuss der Gemeinde mit einer Förderhöhe von 35000 Euro beinhalten und regte an, sich über die Praxis förderlicher Zuschüsse in den Gemeinden Brannenburg und Flintsbach zu erkundigen.
Mit 12:2 stimmte der Gemeinderat für den Beschlussvorschlag, dass die bisherigen Beschlüsse zur Vertragsgestaltung für die Gründung der Bad Feilnbacher Sing- und Musikschule unter den gleichen Bedingungen auch für die Musikschule Rosenheim gelten sollen.