Großkarolinenfeld – Zügig behandelte der Bauausschuss von Großkarolinenfeld zuletzt den Bauantrag für den Neubau einer Maschinen-/Lagerhalle mit Traktorgarage und zwei Ferienwohnungen in Schlimmerstätt 8. Auf dem dortigen Grundstück soll der Neubau der Halle und der beiden Ferienwohnungen mit den Maßen 43 mal 18 mal 7,225 Meter realisiert werden.
Wie Bauamtsleiter Markus Czaja ausführte, können Ferienwohnungen als mitgezogene Betätigung des landwirtschaftlichen Betriebs privilegiert sein, sofern sie Nebenzweck des Betriebes sind. Für die beiden Ferienwohnungen sind vier Stellplätze vorgesehen. „Dies geht sogar über unsere Stellplatzsatzung hinaus“, ergänzte Czaja. Allerdings ist die ordnungsgemäße Erschließung des Vorhabens im Hinblick auf die Trinkwasserversorgung derzeit nicht gesichert. Laut Verwaltung ist hierzu der Abschluss einer Sondervereinbarung erforderlich.
Aus diesem Grund konnte das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Bauantrag aus erschließungsrechtlichen Gründen nicht hergestellt werden. Allerdings wurde der Bürgermeister beauftragt und ermächtigt, eine Sondervereinbarung zur Sicherung der Wasserversorgung abzuschließen und anschließend dann das gemeindliche Einvernehmen herzustellen – allerdings unter der Bedingung, dass die Regenwasserbeseitigung privat ordnungsgemäß erfolgt, weil das Grundstück dauerhaft durch keinen gemeindlichen Regenwasserkanal erschlossen wird.
Der Antragstellerin wurde ferner aufgegeben, sich mit dem gemeindlichen Wasserwerk in Verbindung zu setzen. Der Grund: Abstimmung und Vorlage aktueller und qualifizierter Planunterlagen für eine Verlegung der Wasserleitung bis zum Baugrundstück. Dabei ist auch die Lage des Schmutzwasserhausanschlusses einzuplanen. Ferner soll die Maßnahme zur Vermeidung zusätzlicher Straßensperrungen organisatorisch und zeitlich so abgewickelt werden, dass die zusätzlichen Anschlüsse (Schmutzwasser-Grundstücksanschluss, Trinkwasserhausanschluss) und die Verlängerung der Leitung sowie gegebenenfalls auch die Stromleitung im Rahmen einer Baumaßnahme eingebaut werden können. Dieser Vorgehensweise stimmte der Bauausschuss einstimmig zu.ws