Stauwehr im Erlbach für Moorschutz

von Redaktion

Versuchsstation Karolinenfeld stellt auf moorverträgliche Bewirtschaftung um

Großkarolinenfeld – Über die Errichtung eines Stauwehrs im Erlbach im Bereich der Versuchsstation Karolinenfeld beriet der Bauausschuss von Großkarolinenfeld in seiner jüngsten Sitzung.

Hintergrund ist, dass die Versuchsstation Karolinenfeld auf eine moorverträgliche Bewirtschaftung in Form von unter anderem Nassgrünland und Paludikulturen umgestellt wird, die eine Wasserstandsanhebung voraussetzt. Diese Anhebung dient sowohl dem Klimaschutz als auch dem Moorbodenschutz, da die Zersetzung des Torfes minimiert und somit weitere CO2-Emissionen reduziert werden. Ebenso werden die Degradierung des Bodens und Moorsackungen reduziert.

Wie in der Vorhabensbeschreibung ausgeführt, soll die maximale Stauhöhe 150 Zentimeter betragen. Der Wasserstand soll regelbar bleiben und ein temporäres Absenken des Wasserstandes ermöglichen. Alle Maßnahmen sind minimalinvasiv geplant. Diese sollen dabei manuell bedienbar und gegebenenfalls auch wieder rückbaubar sein. So möchte man eine langfristige Beeinträchtigung von angrenzenden Flächen ausschließen.

Laut Erstem Bürgermeister Bernd ist der Antrag (Antragsteller ist die Peatland Science – Institut für Ökologie und Landschaft in Freising) mit dem Wasser- und Bodenverband Erlbach abgestimmt. Der Verband wiederum ist in engem Austausch mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der Versuchsstation Karolinenfeld.

Die Verwaltung begrüßt die Maßnahme, da die Rückhaltung in diesem Bereich des Erlbachs verbessert wurde. Ohne Diskussion wurde dem Antrag zugestimmt. Die Gemeinde regt allerdings an, den Wasser- und Bodenverband Erlbach am Verfahren zu beteiligen.ws

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