Bad Aibling – Mit einem Maßnahmenbündel will der Bauhof neben dem Einsatz der Fremdfirma, die die Unkraut-Problematik in den Griff bekommen soll (wir berichteten), dafür sorgen, dass sich das Erscheinungsbild des Bad Aiblinger Friedhofs deutlich verbessert. Größere Freiflächen, die vorwiegend durch die Auflassung von Gräbern entstehen, sollen zu Schotterrasen umgestaltet werden.
Außerdem soll eine Reihe der am Ende des Friedhofs in Richtung Zell gelegenen Gräber für ehemalige Bewohner des Hauses Wittelsbach in Bad Aibling aufgelöst werden. „Das Areal gestalten wir in eine gepflegte Grünfläche um“, erläutert Sepp Feuersinger, Leiter des Bad Aiblinger Bauhofs, die Planung.
Dieses Gräberfeld war jüngst wegen seines unansehnlichen Zustandes besonders massiv in die Kritik geraten. „Da wurden wir aber zu Unrecht angegriffen. Für dessen Pflege sind nicht wir zuständig, sondern die Einrichtung selber“, erläutert der Bauhofleiter. Hiermit sei viele Jahre lang eine Firma beauftragt gewesen.
Als deren Chef verstorben sei, habe sich einige Zeit niemand mehr um die Gräber gekümmert. „Die haben wirklich kein gutes Bild abgegeben“, so der Bauhofleiter. Im Kampf gegen das Unkraut setzt er auch auf die Mithilfe der Grabbesitzer. „Uns wäre viel geholfen, wenn die das Unkraut auf ihren Gräbern und auch den an den Grabrändern sprießenden Wildwuchs regelmäßig selber entfernen würden“, sagt er.
An die Steinmetzbetriebe will die Stadt in diesem Zusammenhang ebenfalls herantreten – und zwar mit Informationen über geeignete Maßnahmen, die bei Grabauflösungen zur Vermeidung von unnötigem Unkrautwuchs beherzigt werden sollen. „Wenn die Betriebe bei solchen Anlässen die ersten 20 Zentimeter Humus entfernen und die Fläche dann zunächst mit einer Kalkschicht abdecken, auf die zusätzlich Splitt kommt, würde uns das sehr helfen. Dann kommt an diesen Stellen erst gar kein Unkraut mehr durch“, so der Bauhofleiter.
Weil ein solches Vorgehen ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept ist, erwägt die Friedhofsverwaltung, die Betriebe schriftlich über diese Verhaltensregeln zu informieren.