Vorsorge gegen die Wärme

von Redaktion

UV-Indextafeln sind Teil des Hitzeschutzkonzepts der Stadt Bad Aibling

Bad Aibling – Durch zunehmende Hitzeperioden infolge des Klimawandels wird der Schutz der Bevölkerung vor hohen Temperaturen immer dringlicher. Ein Hitzeschutzkonzept bündelt präventive, informierende und versorgende Maßnahmen, um insbesondere vulnerable Gruppen – wie ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke oder Pflegebedürftige – vor hitzebedingten Gesundheitsgefahren zu schützen.

Kernbestandteile eines solchen Konzepts sind folgende Maßnahmen:

• Frühwarnsysteme, die die Bevölkerung rechtzeitig bei drohenden Hitzewellen informieren

• Aufklärungskampagnen über gesundes Verhalten bei Hitze

• Anpassungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, z.B. durch Raumkühlung, Flüssigkeitsangebote oder individuelle Pflegepläne

• Kommunale Hitzeschutzmaßnahmen, etwa durch schattige Aufenthaltsräume oder städtisches Grün

• Kooperationen mit Gesundheitsbehörden, Katastrophenschutz und sozialen Trägern, um im Ernstfall schnell handeln zu können.

Hitze ist längst mehr als nur ein sommerliches Wetterphänomen. Sie stellt eine konkrete Gesundheitsgefahr dar, der mit vorausschauender Planung begegnet werden muss. Der Ausschuss für Klimaschutz, Stadtentwicklung und Gesamtverkehrsplanung hat im April die Entwicklung eines Hitzeaktionsplans für die Stadt Bad Aibling beschlossen. Ziel ist es, den Hitzeschutz als festen und zukunftsweisenden Bestandteil der kommunalen Bürgervorsorge zu etablieren. Im Rahmen des Hitzeschutzkonzepts der Stadt beteiligt sich Bad Aibling an der Kampagne „Watch out“ der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Unterstützt durch die Gesundheitsregionplus Landkreis Rosenheim werden sechs UV-Indextafeln installiert. Diese Tafeln zeigen über einen Barcode die tagesaktuelle UV-Strahlungsbelastung an und informieren über notwendige Schutzmaßnahmen beim Aufenthalt im Freien. Der UV-Index ist ein international anerkanntes Maß zur Bewertung der Sonnenstrahlung, die Hautschäden verursachen kann. „Leider spürt der Mensch UV-Strahlung nicht. Wenn die Haut reagiert, ist der Schaden bereits entstanden“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP.

Breite Unterstützung für wirksamen Schutz

Die Gesundheitsregionplus fördert das Projekt vor Ort. „Mit der Aufstellung der Tafeln tragen wir dazu bei, das Bewusstsein für UV-Schutz zu stärken und Gesundheitsvorsorge niedrigschwellig im Alltag zu verankern“, erklärt Katrin Posch, Leiterin der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus.

Die Deutsche Krebshilfe und die ADP rufen alle Bürger auf, die Hinweise der UV-Indextafeln ernst zu nehmen und empfohlene Schutzmaßnahmen wie Schattenaufenthalte, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel konsequent umzusetzen. Gerade in den Bergen und am Wasser wird die Intensität der Strahlung häufig unterschätzt.

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