Humor-Flächenbrand außer Kontrolle

von Redaktion

150 Jahre Holzhamer Feuerwehr – Höhepunkt mit Keller Steff und Michi Dietmayr

Bruckmühl – „Ja, bist du deppert, was für ein Spektakel“, „Ich kann nicht mehr, ich muss raus zum Luftholen“, „Was für ein Abend, was für ein Spaß“, „Das war feinstes Musik-Kabarett, packend wie ein Hochseilakt“. Dies ist nur eine kleine Auswahl von Zuschauerreaktionen auf den Musik-Kabarettabend im Festzelt der Holzhamer Feuerwehr. Am zweiten Festtag zu ihrem 150-jährigen Bestehen hatten die Holzhamer Floriansjünger mit ihrem Musik-Kabarett einen Volltreffer ins Schwarze gelandet.

Lachsalven
im Minutentakt

„Das war eine glatte Zehn-Komma-Null, besser geht es nicht“, zeigte sich dann auch Kommandant Fabian Fried am Ende des Abends restlos begeistert. Die beiden Hauptdarsteller Keller Steff und Michi Dietmayr brannten ein fast dreistündiges Kabarett-Feuerwerk auf der Bühne ab und brachten den Festzeltboden zum Beben. „Ab Minute sieben brannte die Luft“, brachte Besucher Martin aus Tuntenhausen die Stimmungslage auf den Punkt.

Die beiden Bühnenakteure lösten mit ihrer Performance einen Humor-Flächenbrand aus, den auch die Holzhamer Blaulichtmannschaft mit größten Einsatzwillen nicht hätte löschen können. Ihren Programm-Titel „Einmalig zu Zweit“ setzten sie nicht nur zu 100 Prozent um, sondern hauchten ihm unter dem Festzeltdach ab der ersten Minute auch eine große Portion Leidenschaft ein.

Lachsalven im Minutentakt waren die Folge und trieben den Kabarett-Besuchern die Schweißperlen auf die Stirn. Schlag auf Schlag setzten die beiden Wort-Akrobaten gut getimten Pointen. Die treffsicheren Erlebnisschilderungen aus dem realen Leben und die scharf gewürzten Geschichtserzählungen konnten die Jubiläums-Gäste jederzeit mit Beifall-Salven nachvollziehen.

Für das berühmte i-Tüpfelchen sorgten die dazu perfekt arrangierten Gesangsdarbietungen samt fetzigen Musik-Rhythmen. Die Festzeltbesucher hatten aufgrund der geballten Witz- und Humorladung der beiden Bühnenprofis kaum Zeit zum Verschnaufen.

Tränen lachten die Besucher unter anderem bei den Erlebnissen mit einer Radlhose aus Leder. Die Spezialanfertigung für den Gesäß-Schutz entwickelte bei einer mehrtägigen Tour ein immer mehr beunruhigendes Geruchs-Eigenleben mit skurrilen Auswirkungen. Stimmungshöchstwerte erreichten auch Kurzthemen mit zugespitzten Lokalkolorit wie „Holzham oder Unterholzham oder Oberholzham, wie auch immer, da kennt sich ja kein Mensch mehr aus, aber wurscht, alles liegt so idyllisch, so weit weg vom nervigen Hotspot, so versteckt, so einsam. Wenn ich Osama bin Laden gewesen wäre, hätte ich mich hier versteckt, und die Amerikaner hätten mich nie gefunden.“

Abwechslungsreich und durchaus frech

Den Aufforderungen der beiden Vollblut-Bühnenakteure zum Mitsingen, Klatschen und Schreien kamen die Gäste spontan ohne zweite Aufforderung nach. Um 22.41 Uhr endete ein farbiges, abwechslungsreiches, mit Überraschungen gespicktes, durchaus aber auch freches Bühnenprogramm, von dem die Kabarett-Fans in der vollen „Feuerwehr-Festhütte“ restlos begeistert waren.

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