Bruckmühl – 16 Stunden und vier Minuten Sonnenschein über dem nördlichsten Gemeindeteil von Bruckmühl bildeten im harmonischen Einklang mit dem strahlend-blauen Himmel den perfekten Rahmen für den großen Fest-Sonntag der Holzhamer Feuerwehr. Zum gesellschaftlichen Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen empfingen die Floriansjünger ihre Gäste bereits ab 8 Uhr rund ums Festzelt.
Beste Stimmung
bei vielen Besuchern
Um 10 Uhr setzte sich der imposante Kirchen-Festzug, angeführt von Rupert und Michi Mehringer und der Dreder Musi, in drei Marsch-Zügen in Bewegung. Drei Musikkapellen, ein Kutschengespann mit süddeutschen Kaltblütern für die Ehrengäste, fünf Ortsvereine sowie 24 befreundete Feuerwehr-Mannschaften und das Brauerei-Gespann der Schlossbrauerei Maxlrain sorgten mit einer Zuglänge von 650 Metern für ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Bild durch die grüne Wiesenlandschaft. Der Jubiläumsverein präsentierte seinen zahlreichen Gästen zum Freiluft-Gottesdienst dann einen optischen Höhepunkt der Extraklasse.
Ein an einer Feuerwehr-Drehleiter aufgehängter und mit Seilen abgespannter Fallschirm der US-Armee überspannte bei Temperaturen von bis zu 30 Grad das gesamte kirchliche Freiflächen-Areal. Mit seiner Höhe von 14 Metern und seinem spektakulären Durchmesser von 30 Metern wirkte er aus der Ferne betrachtet wie ein von magischer Hand gehaltenes und frei schwebendes Kathedralen-Dach. Dieses Spektakel sorgte auch beim Einmarsch für ein großes Raunen. „Damit hat unser Fallschirm ja mal sprichwörtlich wieder für Aufsehen und Schatten gesorgt“, freute sich mit einem Augenzwinkern der ehemalige Feuerwehr-Vorsitzende Josef Huber Senior, in dessen Ägide der XXXL-Sonnenschirm Anfang der 2000er-Jahre erworben wurde.
Pfarrer Drago Curic vom Schlossbenefizium Maxlrain zelebrierte auf Vermittlung von Peter Prinz von Lobkowicz den feierlichen Feld-Gottesdienst. Gleich zu Beginn schlug der Geistliche einen Bogen vom Leitspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ zu einem dringenden Appell: „Wenn wir alle mehr aufeinander achten, uns untereinander wieder mehr helfen, wird die Welt sicher menschlicher.“ Musikalisch begleitet wurde der Feldgottesdienst von den Musikern der Dreder Musi. Am Ende überreichte und befestigte Patin Rosemarie Huber noch das Patenband der Freiwilligen Feuerwehr aus Höhenrain als Zeichen der Verbundenheit und Treue an die Holzhamer Vereinsfahne.
In Frieden
geht es ins Festzelt
Mit einem Augenzwinkern und Lächeln beendete Pfarrer Drago Curic den kirchlichen Festakt. „Normalerweise beende ich den Gottesdienst mit ‚Gehet hin in Frieden, der Herr sei mit euch‘, heute sage ich ‚Geht ins Festzelt und feiert euer Jubiläum.‘“ Dazu ließ sich die Holzhamer Blaulicht-Mannschaft nicht zweimal bitten und steuerte als Taktgeber mit ihren bestens gelaunten Festgästen im Rücken durch das Holzhamer Dorfgebiet zielsicher das Festzelt an.
Das fünftägige Fest endete gestern mit dem traditionellen Kesselfleischessen.