Bruckmühl – Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist es soweit: Die neue Kindertagesstätte „Haus für Kinder Bruckmühl“ an der Rösnerwiese wurde nach Begehung und formeller Abnahme vom Generalübernehmer „BayernGrund“ an die Marktgemeinde übergeben. Die Einrichtung bietet Platz für vier Krippengruppen mit je zwölf Plätzen und vier Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen für insgesamt 148 Kinder (wir berichteten) und steht unter der Trägerschaft der Awo.
Großprojekt
„weil wir müssen“
Die offizielle Einweihung findet im Herbst 2025 statt. Einrichtungs-Leiterin Doris Treml empfing die „gemischte“ Delegation, die aus Vertretern der Marktgemeinde, der „BayernGrund“ und des mit der Planung und Bauleitung des Projektes beauftragten Bruckmühler Architekturbüros „WSB Architekten Würfel Schweinsteiger“ bestand.
Hubovina Arnoudova („BayernGrund“) dankte eingangs allen am Projekt Beteiligten für die erfreuliche Zusammenarbeit, insbesondere dem Architekturbüro und Vinzenz Schaberl vom Bauamt der Marktgemeinde. Bürgermeister Richard Richter befand augenzwinkernd: „Es kommt nicht immer Gutes aus München, ‚BayernGrund‘ ist hier eine Ausnahme.“ Bei der Planung des Hauses sei man zunächst von vier Gruppen ausgegangen, die sich dann über sechs auf schließlich acht Gruppen ausgedehnt habe. „Das Architekturbüro hat dieses Raumprogramm hervorragend umgesetzt“ würdigte er.
Die Awo als Träger beginne mit fünf Gruppen, ab dem 1. September sei eine sechste Gruppe am Start. „Wir freuen uns über den gelungenen Start und bereits jetzt sind die Kinder aus dem Göttinger Pavillon mit den Gruppen ‚Kleeblättchen‘, ‚Gänseblümchen‘ und ‚Pusteblume‘ in das neue Gebäude eingezogen.“
Weiter führte er aus: „Dies ist ein Großprojekt. Wir bauen so groß, weil wir müssen und weil es schwer ist, geeignete Standorte zu finden.“ Abschließend dankte er allen, die bei der Umsetzung dieses „tollen Projektes“ mitgewirkt haben.
Fachbereichs-Leiter Markus Zehetmaier erklärte: „Durch das Modell ‚Bauamt auf Zeit‘ hat uns die ‚BayernGrund‘ in einer nicht einfachen Zeit geholfen, die ‚Women Power‘ zu erbringen, die wir nicht hätten stemmen können. ‚BayernGrund‘ und Markt Bruckmühl – das hat alles gepasst, vom ersten Gespräch bis heute. Danke für das gute Miteinander und den guten Draht, den wir in den vergangenen vier Jahren hatten“. „BayernGrund“-Geschäftsführer Franz Schonlau hob seinerseits die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hervor und konstatierte: „Für uns ist das ein Leuchtturm-Projekt. So ein Projekt hängt aber immer von der Gegenseitigkeit ab und es läuft nicht überall so wie hier. Alle haben an einem Strang gezogen bei diesem beeindruckenden Bauwerk“.
Auch Christian Würfel lobte die Top-Zusammenarbeit: „Und wenn es wirklich mal gezwickt hat, gab es immer eine Lösung. Das ist nicht bei allen Bauvorhaben so. Wir sind stolz auf das Projekt und dankbar, dass wir es machen durften. Wir haben dabei unsere 15 Jahre Erfahrung aus dem Kindergarten-Bau hineingesteckt.“ Sein besonderer Dank ging an Architektin Simone Renardy. Anschließend übernahm Christian Würfel die ausgedehnte Führung durch das neue Gebäude, beginnend im großzügigen Eingangsbereich.
Dieser wird unter anderem geprägt von einem Baumhaus „als Wiedererkennungswert für diesen Kindergarten“. Weiter ging es in den Essensraum, in dem zwei Kindergarten Gruppen gleichzeitig essen können. Danach bestaunten die Gäste die Koch-Küche mit professionellen Koch- und Spülgeräten sowie Kühlkammern. Die Küche wurde auf Wunsch des Trägers so ausgestattet, damit immer frisch gekocht wird.
Kosten von rund
13,5 Millionen Euro
Im weiteren Verlauf der Gebäudetour wurden unter anderem Gruppenräume, Garderoben, Sanitärräume, der Werkraum und der Malraum, der Personalraum die Kletterwand und der große Sportraum in Augenschein genommen. Nicht fehlen dürfte natürlich die Besichtigung der Heizungs- und Lüftungsanlage im Untergeschoss sowie des bestens ausgestatteten Kinderspielplatzes an der Ostseite des Gebäudes. Eine erfreuliche Mitteilung hatte am Ende Markus Zehetmaier parat: „Die Gesamtkosten für dieses Projekt werden die geplanten 13,5 Millionen Euro nach heutigem Stand nicht überschreiten.“