Spuren nach spektakulärem Tresor-Raub

von Redaktion

Vor gut einem Monat sorgte ein spektakulärer Einbruch in Bad Aibling für Aufsehen. Unbekannte drangen in das Kurhaus ein und klauten einen mehrere hundert Kilo schweren Tresor. Doch was ist seit vier Wochen passiert und was ergaben die Ermittlungen?

Bad Aibling – Gut einen Monat ist es her, als Unbekannte am Montag, 2. Juni, in den frühen Morgenstunden in das zentrumsnahe Kurhaus in Bad Aibling einbrachen und dabei unter anderem einen mehrere hundert Kilogramm schweren Tresor, in dem sich Bargeld und Dokumente befanden, entwendeten. Seitdem laufen die Ermittlungen. Auch rief die Polizei auf der Suche nach Hinweisen die Bevölkerung auf, mögliche Beobachtungen mitzuteilen. Doch wie sieht es nun, mehrere Wochen später, aus?

„Kriminalpolizeiliche
Ermittlungen laufen“

Klar ist: Der spektakuläre Raub hat bis heute Spuren hinterlassen. Nach Polizeiangaben hatten sich die Einbrecher am frühen Montagmorgen gegen 3 Uhr Zutritt zum Kurhaus verschafft. Dabei waren sie über „gewaltsam aufgebrochene Fenster“ ins Innere des Gebäudes gelangt, brachen dort eine Bürotür auf und hatten es anschließend auf einen schweren Tresor sowie auf einen kleineren Geldschrank abgesehen. Letzteren konnten sie offenbar aufbrechen. Den schweren Geldschrank, dessen Gewicht die Polizei auf OVB-Anfrage auf rund 300 Kilogramm geschätzt hatte, nahmen die Täter sogar mit. Laut Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, habe sich der gewichtige Tresor im ersten Stockwerk des Kurhauses befunden. Von dort aus muss er „mit Kraft und Gewalt“ über das Erdgeschoss ins Freie geschleppt worden sein, erklärte er kurz nach dem Vorfall. Hier sei die schwere Beute dann abtransportiert worden, wozu aufgrund des Gewichts in jedem Fall ein Fahrzeug vonnöten gewesen sein muss. Doch offenbar konnten die Ermittler bis heute weder die Beute mit dem Fluchtfahrzeug noch die Täter dingfest machen. Denn wie ein Polizeisprecher jetzt auf erneute OVB-Anfrage erklärt, gibt es aus polizeilicher Sicht derzeit nichts Neues zu vermelden.

Was nicht bedeutet, dass man nicht möglichen Spuren nachgeht. „Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen“, sagt er. In diesem Zusammenhang würden auch Tatzusammenhänge mit weiteren vorangegangenen Taten in der Region geprüft. Wann und wo genau diese Fälle in der Vergangenheit aufgetreten sind und welche vermeintlichen Parallelen diese zum Tresor-Raub von Bad Aibling aufweisen, dazu konnte der Sprecher aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nichts sagen.

Klar ist bislang, dass sich in dem großen Tresor ein niedriger vierstelliger Bargeldbetrag sowie Dokumente befanden. Über die Beute hinaus entstand ein erheblicher Schaden, da die Eindringlinge sämtliche Türen, die über ein Sicherungssystem verschlossen waren, gewaltsam aufgebrochen hatten. Kurdirektor Thomas Jahn bezeichnete die Vorgehensweise als eine „ganz neue Qualität, eine neue Dimension der Gewalt und des Schadenbildes“.

Hautnah von den erschreckenden Geschehnissen betroffen war in erster Linie das Kurhaus-Team rund um Pächter Stefan Linnerer. Er war von einem Mitarbeiter informiert worden, der per Videoüberwachung einen maskierten Täter durchs Haus schleichen sah. Zu hören waren demnach jedoch mindestens zwei Täter. Die beunruhigenden Ereignisse hätten bei ihm und seiner Belegschaft ein „unsicheres Gefühl“ hervorgerufen, das längere Zeit anhalten dürfte.

„Das hat zur Konsequenz, dass wir zu solchen Uhrzeiten nicht mehr alleine durchs Kurhaus laufen“, erklärt Linnerer nun auch noch einen Monat danach gegenüber dem OVB. Darüber hinaus habe auch er keine neuen Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat und zur entwendeten Beute. Auswirkungen auf den Veranstaltungsbetrieb, der bereits am Tag danach normal fortgesetzt wurde, hat der Einbruch nicht.

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