E-Car-Sharing für Feldkirchen-Westerham

von Redaktion

Gemeinde setzt auf nachhaltige Mobilität – Neues Angebot für Bürger

Feldkirchen-Westerham – Wenn es um die Entlastung der Umwelt geht, dann will die westlichste Landkreiskommune nicht tatenlos zuschauen, sondern vorne mit dabei sein. Und das mit gleich mehreren Projekten. Über den seit über zwei Jahren sehr gut angenommenen, ehrenamtlich betriebenen und für die Fahrgäste kostenlosen „Gmoabus“ hinaus soll die innerörtliche Mobilität weiter gefördert werden.

Dienstwagen
und Leihfahrzeug

Aktuelles Beispiel: E-Car-Sharing (einfach gesagt Elektro-Fahrzeuge auf Leihbasis) mit auch anderweitiger Nutzung: Das Fahrzeug soll vorrangig den Mitarbeitern der Rathausverwaltung dienstlich zur Verfügung stehen. Es kann dann aber auch von den Bürgern für eine „marktübliche Gebühr“ ausgeliehen werden.

Das Projekt setzt eine Zusammenarbeit zwischen der „Mangfalltal Energie GmbH“ (kurz: MTAL) und der Gemeinde Feldkirchen-Westerham voraus. Wesentliche Punkte des Vertragsentwurfes sind zum Beispiel, dass der Kauf, die Abwicklung und die Wartung der Fahrzeuge über die MTAL läuft. Die Gemeinde müsste sich als sogenannter Kümmerer der Pflege, des Waschens und der Sichtkotrolle des E-Autos annehmen. Die Kosten für die Gemeinde würden monatlich 700 Euro plus Mehrwertsteuer betragen. Die vollständige Abwicklung der Buchungen und der Kundenservice würden von der MTAL übernommen. In ihrer Stellungnahme schreibt die Verwaltung, dass der Aufbau „innerörtlicher Mobilität“ schon 2019 beschlossen, dann 2022 fortgeschrieben und in diesem Jahr aktualisiert worden sei. Die Einstufung zum Ergebnis: „Durch dieses Vorhaben kann den Bürgern ein Mehrwert angeboten werden, der keine großen Einschränkungen für die Verwaltung verlangt.“ Mit anderen Worten besagt das, dass die Gemeinde mithelfen will, zwei Ziele im Sinne der Umweltentlastung voranzubringen: E-Fahrzeuge zu fördern und Familien, die sich ein zweites Auto nicht leisten können oder wollen, zu unterstützen.

Einstimmig, aber nicht alle sind begeistert

Der Bitte der Verwaltung, den Vertrag zu beschließen, ist der Gemeinderat ohne Gegenstimme nachgekommen. Allerdings nicht alle mit heller Begeisterung. CSU-Fraktionssprecher Bernhard Neumaier sagte auf Nachfrage, „dass allein schon wegen der hohen Kosten die kommenden zwei Jahre abgewartet werden müssen“. Thomas Henties (Grüne) sieht mit diesem Entschluss, „dass die Gemeinde in dieser kritischen Zeit den richtigen Weg eingeschlagen hat“.

SPD-Sprecher Heinz Oesterle machte kein Geheimnis daraus, dass er diesen einstimmigen Beschluss mit großer Freude wahrgenommen hat. Oesterle gilt als Initiator des Gmoabusses und ist überzeugt, dass dieser Versuch zum umweltfreundlichen und kostengünstigen Fahren von den Bürgern gut angenommen wird.

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