Bad Aibling – Einmal mehr wurde das Irlachweiher-Fest der beiden Bad Aiblinger Trachtenvereine seinem Ruf als „kleines Parkfest“ gerecht. Anders als beim „großen Bruder“, welcher die Besucher mit wechselnden Mottos erfreut, standen Plattler und Tänze, dargeboten von den Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen des Heimat- und Volkstrachtenvereins D‘ Oberlandler und des Gebirgstrachtenerhaltungsvereins Edelweiß im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Fest seit Beginn
ein „Selbstläufer“
Für die musikalische Begleitung der Aufführungen sowie zur Unterhaltung bei Spezialitäten vom Grill und Brotzeiten mit den dazu passenden Getränken waren die „Drillinger“, eine Mischung aus Musikern der Dreder- und Willinger Musi verantwortlich. Das Fest ist seit Beginn sozusagen ein „Selbstläufer“, auch heuer füllten sich die Sitzgelegenheiten schon einige Zeit vor dem offiziellen Beginn, freie Plätze waren später Mangelware im provisorischen Biergarten zwischen dem Irlachweiher und der Bahntrasse.
Erstmals wurde das Gelände komplett ausgenutzt, bis an den äußeren Rand zu den Tennisplätzen standen die Sitzgelegenheiten. Die Burschen und Dirndl plattelten und „drahten“ unaufhörlich zur Freude der Gäste, wo zuvor Anspannung und Lampenfieber besonders bei denjenigen zu spüren war, die erstmals in der Öffentlichkeit auftraten, war diese nach den ersten Takten der Musik schnell verflogen. Die Betreuer und Eltern hatten zuvor ihr Augenmerk daraufgelegt, dass auch beim Nachwuchs alles „passte“, Tracht und Frisur korrekt saßen.
Nahezu „mediterranes
Urlaubsfeeling
Derweil herrschte an den Brotzeit- und Getränkeständen reger Andrang, der auch nach Anbruch der Dunkelheit nicht nachlassen wollte. Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun, um die Besucher mit einer Mass oder alkoholfreien Getränken zu versorgen. Auch wenn es nicht ganz so heiß war wie zuvor, waren zunächst die schattigen Plätze gefragt. Nach Anbruch der Dämmerung sorgte die farbige Beleuchtung sowie die Nähe zum Weiher nahezu für „mediterranes Urlaubsfeeling“.
Würstl und Steaks vom Grill fanden ebenso ihre Abnehmer wie Steckerlfisch, belegte Semmeln und regionale Käsespezialitäten. Dicht umlagert auch der Stand von Wolfgang Mehlhorn, an dem Crêpes in allen Variationen zu haben waren. Gefragt waren auch von den Damen der beiden Trachtenvereine hausgemachte Kuchen und Torten. Die jüngsten Festbesucher kamen mit Süßigkeiten aller Art auf ihre Kosten, während die beiden Bars mit derzeit „angesagten“ Getränken wie Aperol Sprizz, „Hugo“ oder „ErdbeerLimes“ zu späterer Stunde dicht umlagert waren.
Für spielerisches Vergnügen war mit dem bei Jung und Alt beliebten „Rösselspiel“ gesorgt und wer nach Abkühlung suchte, der nutzte eine von der Wasserwacht angebotene Schlauchboot-Fahrt auf dem Weiher. Zufrieden äußerten sich die Vorsitzenden der beiden Trachtenvereine, Christian Weigl und Thomas Schmid: „Wir freuen uns, dass dieses Fest auch heuer wieder so gut angenommen wurde, die Gäste waren in bester Stimmung, das Wetter hat mitgespielt und die jungen Akteure auf der Bühne haben sich den Applaus des Publikums verdient“.
Die letzten Besucher fanden erst den Heimweg als Tische und Bänke zusammengeklappt wurden. Weitere Fotos auf ovb-online.de.