Ostermünchen – Ein weiterer großer Schritt für die Bebauung der Ostermünchner Mitte legte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Für den Teilbereich B wurde jetzt der Vergabezuschlag an die Max von Bredow Baukultur GmbH erteilt.
Die Gemeinde Tuntenhausen hat bei dem in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan Nr. 65 „Niedergarten-Feld“ – im Sprachgebrauch die Ostermünchner Mitte – einen Teilbereich zur Bewerbung um den Erwerb ausgeschrieben. Durch den Verkauf der Fläche an einen Projektentwickler soll die fristgebundenen Errichtung von vier Wohngebäuden mit mindestens 60 Wohnungen und die Umsetzung sozialverträglicher Verkaufsmodelle erreicht werden.
Nur ein Angebot
eingegangen
Ein Angebot ist nun fristgerecht eingegangen, und zwar von der Max von Bredow Baukultur GmbH. „Es war aber leider auch das einzige Angebot“, bedauerte Bürgermeister Georg Weigl. „Nicht einmal telefonische Nachfragen waren zu dem Projekt festzustellen“, fügte er hinzu. Das bestätigt in seinen Augen die aktuell schwierige Marktsituation. Die Bewertung der Bewerbung erfolgte dann auf der Grundlage der in der Ausschreibung genannten Kriterien. Dabei wurden insbesondere die städtebaulichen und gestalterischen Qualitäten und die Durchführungsfrist berücksichtigt. Der Kaufpreis liegt gemäß Ausschreibung bei einem Festpreis von 2,3 Millionen Euro.
Der Käufer verpflichtet sich dabei zur fristgebundenen Errichtung von vier Wohngebäuden mit je drei Vollgeschossen und jeweils 535 Quadratmeter Grundfläche einschließlich Tiefgarage, Nebenanlagen und Freiflächen.
In der Bewerbung ist als Frist der 31. Dezember 2030 zur vollständigen Umsetzung des Vorhabens festgelegt. „Ein realistisch ambitionierter Rahmen für ein Vorhaben dieser Größe“ meinte die Verwaltung. Sie betonte weiter, dass die eingereichten Referenzprojekte eine hohe gestalterische und architektonische Qualität belegen.
Mit enthalten ist auch das „Tuntenhausener Modell“. Hier verpflichtet sich die GmbH zu dessen Umsetzung einschließlich der Veräußerung von 35 Prozent der Wohnungen mit mindestens 1456 Quadratmetern Wohnfläche zu einem Preisnachlass von mindestens 700 Euro pro Quadratmeter. Als zusätzlichen Vorteil bei diesem Großprojekt stellte Weigl die gewachsene Zusammenarbeit mit von Bredow heraus, insbesondere was auf eine reibungslose Kommunikation bei den Planungs- und Genehmigungsprozessen betrifft. Daher empfahl die Verwaltung, den Zuschlag der Max von Bredow Baukultur GmbH zu erteilen und den zu schließenden städtebaulichen Vertrag mit Kaufvertrag rechtsverbindlich zu finalisieren.
Die einzige Frage aus dem Gremium stellte Christian Birmoser (Unabhängige Liste Tuntenhausen), der wissen wollte, auf welchen Preis sich denn der Preisnachlass von 700 Euro pro Quadratmeter bezieht. Weigl: „Die Preisliste ist die Basis für den Abschlag.“
Einstimmig erteilte der Gemeinderat dann den Vorabzuschlag für den Erwerb der Teilflächen an die Max von Bredow Baukultur GmbH. Die Gemeindeverwaltung wird nun beauftragt, die erforderlichen städtebaulichen Verträge einschließlich des Kaufvertrages unter Berücksichtigung der in der Ausschreibung benannten Bedingungen auszugestalten.