Frust über sinnlosen Vandalismus

von Redaktion

Eine frisch erneuerte Bank wurde innerhalb kürzester Zeit in Feldkirchen-Westerham beschmiert und beschädigt. Einige Bürger sind darüber verärgert, denn selten sei sowas nicht. So geht die Gemeinde jetzt gegen derartige Fälle vor.

Feldkirchen-Westerham – Eine Holzbank wurde fast vollständig zerstört. An der Rückenlehne hat jemand die Ecken abgebrochen. Auf der Sitzfläche ist das Holz in der Mitte angesägt. Mit einem schwarzen Edding wurde die rechte Seite der Bank vollständig beschmiert. Ein weiterer Schriftzug ist mit einem scharfen Gegenstand in das helle Holz eingeritzt worden. In Druckbuchstaben stand dort „FCK AFD“. Eine Situation, die viele Bürger ärgert. Denn die Bank Am Eichberg wurde gerade erst erneuert. Nur einen Monat später war sie mit Antifa-Schmierereien verunstaltet.

Das hatte zur Folge, dass die Sitzgelegenheit gleich noch mal ersetzt werden musste. Auf Facebook ließen einige Bürger ihrem Frust freien Lauf. So hieß es zum Beispiel: „Alles muss gleich beschmiert oder verkratzt werden. Nur noch Spackos und Deppen unterwegs.“ Die Wut der Bürger scheint bei vielen verständlich. Denn letztendlich müsse der Steuerzahler für die Schmierereien aufkommen und herhalten, wenn eine neue Bank gekauft werden muss.

Gemeinde erstattet Anzeige bei Polizei

Das bestätigt auch Karolin Lohwasser, Sprecherin der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Auch sie wurden von den Schmierereien an der Bank informiert. Per E-Mail ging der Hinweis an die Gemeindeverwaltung ein. Kurze Zeit später wurde dann das Holz an der Sitzgelegenheit erneuert. „Solche Erneuerungen beziehungsweise Beseitigung von Schäden und jede Reparatur werden von der Gemeinde finanziert“, erklärt Lohwasser. „Die Kosten für die Erneuerung des Holzes lagen bei circa 250 Euro.“

Oft würden solche Vorfälle aber nicht in der Gemeinde vorkommen. Die Zahlen schwankten: „Mal mehr, mal weniger“. Kleinere Vandalismus-Fälle können schnell behoben werden, wie zum Beispiel die Bank Am Eichberg. „Größere Schmierereien und Beschädigungen an Gebäuden oder Spielplätzen werden selbstverständlich angezeigt“, sagt Lohwasser.

Doch nicht immer lassen sich Schäden an öffentlichen Einrichtungen sofort von der Gemeindeverwaltung oder dem Bauhof entdecken. Deshalb gibt es auf der Homepage der Gemeinde Feldkirchen-Westerham einen Schadensmelder. Hier können Bürger unter anderem defekte Straßenbeleuchtungen, beschädigte Spielgeräte oder Schlaglöcher melden. Für die Gemeinde ist diese Hilfe „sehr wichtig“, erklärt Karolin Lohwasser. „Wir versuchen auch dem Schadensmeldenden eine Rückmeldung zu geben beziehungsweise ihn über den Stand der Dinge zu informieren.“

Dass dieses Tool funktioniert, zeigte sich erst vor kurzem. Ein Bürger machte über den Schadensmelder auf eine Beschädigung der Brücke über den Goldbach aufmerksam. Schon kurz darauf konnten die Mitarbeiter des Bauhofs die Brücke „wieder fachgerecht instand“ setzen. Generell werde das digitale Hilfsmittel gut angenommen. „Der Schadensmelder wird von unseren Bürgerinnen und Bürgern immer mehr genutzt“, sagt die Gemeindesprecherin. Jede Meldung werde ernst genommen. Auch Bilder von Schäden können auf der Homepage der Gemeinde hochgeladen werden. Das ist für die Verwaltung eine zusätzlich Hilfe, dem Problem schneller nachzugehen und es zu beheben.

Über den Schadensmelder können auch Schutt- und Abfallablagerungen gemeldet werden. Denn nicht nur Schmierereien kommen in der Gemeinde hin und wieder vor. In jüngster Zeit gab es vermehrt Meldungen über illegale Ablagerungen von Bauschutt und Grünschnitt. Sowohl auf öffentlichen als auch privaten Flächen kam es zu derartigen Vorfällen.

Und das kann ernstere Folgen mit sich bringen, wie die Gemeinde auf ihrer Homepage mitteilt. So kann Grünschnitt, der in Bächen oder Wasserläufe geworfen wird, unter anderem zu Aufstauungen und Verstopfungen führen. Bauschutt hingegen kann auch schädliche Stoffe enthalten, wie zum Beispiel Asbest oder Teer. Wenn das in den Boden oder in Gewässer gelangt, kann das durchaus dauerhafte Schäden im Naturkreislauf mit sich bringen.

Konsequentes Vorgehen

Um hier klare Grenzen aufzuzeigen, geht die Gemeinde gegen die Umweltsünder vor. Schließlich handelt es sich bei illegalen Entsorgungen von Abfällen um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird. Bei schwerwiegenden Fällen handelt es sich sogar um eine Straftat, die dann mit einer hohen Geldstrafe oder Freiheitsentzug geahndet werden kann.

Für die Gemeinde ist auch hier eine Meldung aus der Bevölkerung hilfreich. Schließlich soll Feldkirchen-Westerham eine schöne, sichere und lebenswerte Gemeinde bleiben.

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