Bad Feilnbach – Als „schön und dankbar“ bezeichnete Petra Haupt ihre Aufgabe als Seniorenbeauftragte der Gemeinde Bad Feilnbach in ihrem Bericht vor dem Gremium des Gemeinderats. 2018 nahm sie mit zwei ehrenamtlichen Helfern ihre Arbeit auf. Bereits zwei Jahre darauf kamen vier neue „Ehrenamtliche“ hinzu und 2024 zählte sie acht Helfer. Daraus hat sich ein engagiertes und eng zusammenarbeitendes Senioren-Netzwerk ohne Ambition als Verein entwickelt.
Ziel war und ist es, der Einsamkeit von Senioren entgegenzuwirken und sie am Gemeinschaftsleben teilhaben zu lassen. 2019 erschien erstmals das monatliche und überaus beliebte Faltblatt „Senioren-Journal“, das die Generation „60 Plus“ mit wichtigen Informationen versorgt. Ins Leben gerufen wurde das „Senioren-Taxi“ zur Beförderung betroffener und berechtigter Personen zu Ärzten und Behörden außerhalb der Gemeinde.
Bestens und zuverlässig bewährt hat sich die gute und vorbildliche Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Gemeinde, aber auch mit sozialen Einrichtungen innerhalb der Kommune. Das Seniorennetzwerk nimmt Hausbesuche wahr, ist jedoch kein Pflegedienst, wie Petra Haupt eindringlich betonte. Entsprechend benötigte Leistungen werden an die Einrichtung „Pflege und Betreuung Bad Feilnbach“ vermittelt.
Durch ihr engagiertes Wirken, zusammen mit dem Senioren-Netzwerk, wurden Ideen wie Erzählcafé, Seniorenfrühstück, Faschingsfeiern und Sommerfeste oder Besuch des Rosenheimer Herbstfest umgesetzt. Zu ihrer Freude nehmen Personen aus allen Teilen der Gemeinde in der Altersgruppe zwischen dem 70. und 90. Lebensjahr, soweit es Gesundheit und Mobilität zulassen, die angebotenen Veranstaltungen gerne an und erleben dabei nette und harmonische Stunden.
Ebenso erfreulich wächst das Interesse an den verschiedenen Angeboten, zu denen sie sich ohne Erhebung von Raummieten im Heimgarten vom Pfarrzentrum oder beim Café „Ratschiller“ und neuerdings auch „Beim Ederkramer“ treffen. Nicht mehr genutzt für Begegnungen wird wegen eingeführter Nutzungsgebühren seit Anfang Januar 2025 das Café Stefanies.
Kritik äußerte die rührige Seniorenbeauftragte über die Räumlichkeiten im Tannenhof-Wohnzimmer. Die Bestuhlung sei dort zu hart, die Sitzflächen zu klein und Sitzkissen seien dort unerwünscht. Mangelhaft sei ihrer Ansicht nach die begrenzte Anzahl an behindertengerechten Parkplätzen entlang der Hans-Zeitler-Straße zum Tannenhof- Wohnzimmer. Verbesserungsbedarf bestehe, um an diese Begegnungsstätte zu gelangen, beim Thema Barrierefreiheit. Die Wege dorthin seien für Senioren mit Handicap und eingeschränkter Mobilität zu steil und Unebenheiten erhöhen die Sturzgefahr.
Dafür verfolgen Petra Haupt und ihr Senioren-Netzwerk bereits neue Projekte. Unter dem Motto „Lebendig und kooperativ im Gemeindegebiet“ praktizieren sie eine enge Zusammenarbeit mit dem katholischen Kindergarten „Regenbogen“ sowie den beiden gemeindlichen Kindergärten „Gemeindemäuse“ und das „Haus für Kinder“ im Tannenhof.
Ziel ist dabei, die jüngere mit der älteren Generation durch Bildung zusammenzubringen und damit gegenseitige Wertschätzung und soziales Interesse zu fördern. Erfolge verzeichneten etwa die Leiterinnen und Erzieherinnen vom Kindergarten „Regenbogen“ nach gemeinsamem Basteln von über 40 Blumen zu Muttertag, Singen von Geburtstagsständchen oder Miteinander Weihnachten feiern.
Ab September soll ein Pilotprojekt mit Basteln und Singen im Rahmen der Mittagsbetreuung an der Auer Grundschule folgen. Abschließend lobte Petra Haupt noch das saubere Erscheinungsbild und das aktive Miteinander ihrer Senioren.