Auf der Bühne um Jahrzehnte gealtert

von Redaktion

Tosender Applaus für bestechende Theaterleistungen der jungen Litzldorfer

Litzldorf – Den Kindern und Jugendlichen der Litzldorfer Dorfgemeinschaft steckt Talent fürs Theater im Blut. Beispiele dafür sind Sophia Kreitmayr, Maxi und Toni Brackelmann, Lois Reiter, Leo Winkler, Johannes Lang, Josef Wallner, Marlies Pichler, Lorenz Tutschka und Elisabeth Rechenauer. Sie zeigten herzerfrischende Sketche aus dem Theatergarten zu aktuellen Themen wie diskriminierungsfreie Ausdrucksweisen à la „Schnitzel Balkanart“ oder „plattgedrückte Fleischteile einer europäischen Hauptstadt an der Donau“ und andere unverständliche und neuzeitliche kulturelle Aneignungen.

Spielfreude
in allen Rollen

Mit überragenden schauspielerischen Leistungen überzeugten Ida Winkler als Tante Edith, Theresa Wallner als Betty, Emilia Mastrillo als Ernst, Marlene Seebacher als Julia, Elisabeth Lottes als Elsa und Max Hamacher als Alonso im Einakter der Komödie „Nix zu holen“ von Regina Harlander. Verdienter Lohn für meisterhafte Darbietungen mit massiven Angriffen auf die Lachmuskeln waren am Schluss der beiden ausverkauften Aufführungen steter Szenen- und tosender Schlussapplaus.

Unter den zahlreichen Besucher waren auch Freunde vom Edelweiß-Verein Bad Feilnbach. Alle waren sich einig, dass die jungen Laienspieler Hingabe, Herzblut, Natürlichkeit und Unbefangenheit zeigten, die keine künstliche Intelligenz zu ersetzen vermag. Lob gab es auch für das Duo Jakob und Magdalena Karg, die als junge Theatermusikanten vor der Bühne im Derndorfer Theaterstadl eine gelungene Premiere feierten.

Für den Erfolg zeichneten zum einen Marianne Winkler und Kerstin Hamacher als Spielleiter und Regisseure verantwortlich. Sie hatten das richtige Gespür in der Auswahl von Darstellern und der richtigen Zuordnung der Charaktere in den jeweiligen Rollen, in denen der Theaternachwuchs mit treffenden Pointen und Gesten alle Register ihres Könnens zogen.

Eine Meisterleistung vollbrachten ebenso Angela Reiser und Monika Millauer als Verantwortliche für Maske und Kostüm. So schlüpfte etwa Teenager Ida Winkler meisterhaft in die Rolle der ergrauten und lebenslustigen Erbtante Edith, die es faustdick hinter den Ohren hatte und ihre geldgierige Nichte „Betty“ wegen eines vermeintlichen, aber nicht vorhandenen reichhaltigen Erbes fest im Griff behielt. Die junge Emilia Mastrillo glänzte als Bettys unterjochter Ehemann mit Schnurrbart, Trachtenanzug und Hut und Großnichte Julia überzeugte als neuzeitlicher „Smartphone- und Disco-Teenie“.

Als große Stütze mit leihweise Sparbuch und Sparbrief in der Hand erwies sich genial geschminkt und im passenden „70-Plus-Outfit“ Ediths Freundin aus dem Altersheim Elsa.

Verführerisch umgarnte der jugendlich wirkende Barkeeper „Alonso“ zum Schein das „echte Luada“ Tante Edith, nur um Nichte Betty am Schluss zur Vernunft zu bringen.

Heute Premiere
der Erwachsenen

Die herzerfrischenden Darbietungen werteten manche Gäste als Appetitanreger für das große Theaterspektakel „Hulahupp und Himbeerguatl“, mit der Premiere am heutigen Freitag im Derndorfer Theaterstadl. Wie Verantwortliche der Litzldorfer Theatergemeinschaft vom Trachtenverein GTEV „D‘Sulzbergler“ Litzldorf mitteilen, gibt es noch Karten im Vorverkauf für das Wochenende am 26. und 27. Juli, die in der Bad Feilnbacher Geschäftsstelle der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling erhältlich sind. Der Regisseurin Ursula Vogt zufolge garantiert die Erwachsenentruppe Heiterkeit mit Angriff auf die Lachmuskeln.

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