Helfende Hand und wertvoller Ratgeber

von Redaktion

Nachruf Die Dorfgemeinschaft Au trauert um den verstorbenen Hans Wick

Bad Feilnbach – Fest verbunden im Glauben, in der Kirche und im Alltag – so beschrieb Pater John, Pfarrvikar der Pfarrei St. Martin Au, den jetzt verstorbenen Hans Wick in seiner Trauerrede. Das geschätzte und engagierte Mitglied der Auer Dorfgemeinschaft verstarb kürzlich im Alter von 87 Jahren.

In tiefer Trauer nahmen Abschied seine zweite Ehefrau Resi, Sohn Josef und Tochter Marianne mit ihren Familien, seine Enkelkinder, Urenkelin Leni sowie weitere Angehörige. In Erinnerung bei Nachbarn, Freunden und Weggefährten bleibt seine stille, aber immer freundliche Art. Eine große Trauergemeinde beim Seelengottesdienst und beim Urnenbegräbnis im gemeindlichen Friedhof zeugte von der wertschätzenden Verbundenheit mit dem Verstorbenen. Das Requiem umrahmte der Männergesangsverein Liederkranz Au, dem Wick seit 1987 als passives Mitglied angehörte.

Das Licht der Welt hatte Hans Wick am 14. Januar 1938 in Pilnikau, dem heutigen Pilnikov in Tschechien, erblickt. Der Vater ließ im Zweiten Weltkrieg sein Leben. 1945 wurden Mutter Maria, der damals siebenjährige Hans und Schwester Anneliese aus dem Sudetenland vertrieben. Eine neue Heimat fand die Familie beim „Grundner“ in Niklasreuth. In dem kleinen Ort besuchte er die Volksschule mit anschließender Lehre im Schreinerhandwerk beim damaligen Meisterbetrieb Geissinger in Schwaig bei Irschenberg.

Seine Liebe zum Holz und Handwerk krönte er 1963 mit dem Meisterbrief. Von 1982 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2003 schätzte ihn als Oberwerkmeister die Fakultät für Holztechnik und Bau an der Technischen Hochschule in Rosenheim. 1964 baute er sein Haus an der Niklasreuther Straße in Au und heiratete im gleichen Jahr seine erste Frau Maria, geborene Regauer. Den Eheleuten wurden zwei Kinder geschenkt. 2012 ging, für die Familie unfassbar, die treusorgende Ehefrau und Mutter den Lebenden im Tode voraus. Doch Hans fand noch einmal die Liebe und heiratete 2015 seine zweite Frau Resi Schmid.

Hans Wick, der nun eine Lücke in der Auer Dorfgemeinschaft hinterlässt, lebte mit der Kirche, gehörte über viele Jahre dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Martin an und nahm viele verantwortungsvolle Aufgaben wahr, die er, ohne die Hand nach Materiellem aufzuhalten, ehrenamtlich für „Gottes Lohn“ erledigte, wie Pater John hervorhob. Dazu gehörte das Anfertigen einer Betbank vor der Mutter Gottes an der Mooskapelle, Pflegearbeiten des Weges zur Rastkapelle, einschließlich dem dortigen Kreuz zu Ehren der Heimatvertriebenen der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Den Glauben zu Gott und Jesus Christus bekundete er treu, auch in Jahren geprägt von Krankheit und Gebrechen, mit dem Besuch von Gottesdiensten und Empfang der Kommunion.

Das Leben des Familienmenschen Hans Wick war von Liebe und Engagement im Ehrenamt geprägt, wie sich Enkeltochter Maria in einer Laudatio erinnerte. Zu seinen Stationen gehörte der Ski-Club Au, dem er seit 1962 angehörte und in dem er von 1971 bis 1984 als Kassier für solide Finanzen sorgte, außerdem Kinderskikurse und Kinderskilager mitorganisierte. Für ihn selbst waren die Langlauftouren ein absolutes Muss.

Für die Wendelsteinrundfahrten schreinerte Wick Richtungstafeln und versorgte an Verpflegungsstationen die unzähligen Teilnehmer. Mit Gleichgesinnten widmete er sich dem Erhalt und der Pflege des Wanderweges im Achtal hinauf zur Ruine Altenwaldeck beim Irschenberg. Beim SV Bad Feilnbach beteiligte er sich an der Seniorengymnastik, hielt bei gemeinsamen Radtouren die Gemeinschaft zusammen und wurde als geselliger und heiterer Zeitgenosse geschätzt. 2007 war der nun im Alter von 87 Jahren Verstorbene Mitgründer der Oldtimerfreunde Au-Kematen-Dettendorf und nahm an vielen Ausfahrten teil. Nachbarn und Freunde wertschätzten seine unterstützende, helfende Hand bei Nöten und Anliegen. Peter Strim

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