„Lesen ist Zugang zur Bildung“

von Redaktion

Bücherei der Justus-von-Liebig-Schule feierte 30-jähriges Bestehen

Heufeld – Mit einem locker-heiteren Festakt feierte die Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld das 30-jährige Bestehen ihrer Schulbücherei. Rektorin Arabella Quiram hieß dazu in der Theaterhalle neben dem aktuellen und früheren Bücherei-Personal und zahlreichen Lehrkräften als Ehrengäste Bürgermeister Richard Richter, die Dritte Bürgermeisterin und Schulreferentin Anna Wallner, Altbürgermeister Franz Heinritzi und die ehemalige Schulamtsdirektorin und ehemalige Schulleiterin Veronika Käferle willkommen.

Anfänge in
der „Schmökeria“

Zu Beginn ihrer Rede wandte sie sich an die ehemaligen und aktuellen Bücherei-Mitarbeiterinnen: „Es ist eine wahnsinnige Leistung, die Sie erbracht haben in den 30 Jahren.“ Sie hob dazu zwei Besonderheiten der Einrichtung hervor: „Neben den regulären Öffnungszeiten können Klassen separate Büchereistunden buchen und es sind dort viele Mitarbeiterinnen tätig, deren Kinder entweder schon lange nicht mehr an der Schule sind oder die nie Kinder an der Schule hatten.“ Weiter führte sie aus: „Ihr leistet eine Arbeit, die wahnsinnig wichtig und wertvoll ist: Ihr bringt die Schüler zum Lesen, und Lesen ist der Zugang zur Bildung. Ihr sorgt außerdem bei der Einschulung für eine Willkommensatmosphäre und nehmt damit eine wichtige Rolle ein. Danke für Eure zuverlässige Arbeit!“

Anschließend ging sie auf die Geschichte der Bücherei ein, die 1995 auf Initiative des damaligen Schulleiters Günter Rychlik im sogenannten „Glaskasten“ der Schule gegründet wurde und anfangs „Schmökeria“ genannt wurde. „Zum Start waren rund 1700 Bücher und etwa 200 CDs vorhanden. Die Registrierung erfolgte durch Karteikarten“, berichtete sie.

2006 erfolgte der Umzug in den Raum 13 der Grundschule, in dem sie noch heute untergebracht ist. Später hielten auch DVDs Einzug in das Büchereiangebot und es fanden Aktionen statt wie Benefizlesen oder das Förderprogramm „Antolin“. Ferner wurden Lektüren als ganzer Klassensatz angeschafft.

Bis 2012 wuchs die Zahl der Medien auf 5000 Stück an und die Marktgemeinde finanzierte 2013 eine neue Möblierung. „Im Jubiläumsjahr 2025 ist das ehrenamtliche Team auf 20 angewachsen und ich bin sehr stolz auf unsere tolle Schulbücherei, die es so im Landkreis Rosenheim kein zweites Mal gibt“, betonte die Schulleiterin am Ende.

Bürgermeister Richard Richter gratulierte im Namen der Marktgemeinde und bezeichnete die Bücherei als „25 mal 365 Seiten Erfolgsgeschichte“. Dabei sei im 20. Jahrhundert mit Radio, Fernsehen und Computerspielen starke Konkurrenz zum Buch entstanden und die Bücherei dadurch zu einer scheinbar verlorenen Sache geworden. Doch die Mitarbeiterinnen hätten dafür gesorgt, dass junge Menschen weiterhin in die Schulbücherei gekommen sind. „Sie waren sozusagen die Buch-Dealer für die jungen Leute“, stellte er schmunzelnd fest und zitierte den Schweizer Staatsrechtler Carl Hilty: „Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.“ Abschließend hob er hervor: „Sie haben die Flamme des Wissens und des Wissenwollens am Leben gehalten. Herzlichen Dank für Ihre großartige Leistung!“

Viel Applaus für
musikalischen Teil

Zusammen mit der Rektorin ehrte er anschließend sowohl das aktuelle Büchereipersonal als auch langjährige Mitarbeiterinnen und Leiterinnen (siehe Kasten). Für den ansprechenden musikalischen Teil der Jubiläumsfeier sorgten die Neuntklässlerin Verena Schilling und die Lehrerin Nicole Dixon mit ihren beeindruckend gesungenen und mit kräftigem Applaus bedachten Liedern „Lose Control“ (Teddy Swims) und „The Rose“ (Bette Midler). Den Abschluss bildete ein Sektempfang mit einem ausgiebigen Austausch von Erinnerungen.

Dank an die vielen Menschen im Hintergrund

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