Die guten Geister des Wassers

von Redaktion

Plakatausstellung im Rathaus Tuntenhausen zu Bibern

Tuntenhausen – Unter dem Titel „Die guten Geister des Wassers“ wird der Biber in einer Plakatausstellung des Bund Naturschutz im Rathaus Tuntenhausen vom 28. bis 31. Juli vorgestellt.

Schon seit 15 Millionen Jahren lebt der Biber auch in Bayern. Doch ihm wurde sein feiner Pelz, sein Fleisch und sein Duftsekret zum Verhängnis. 1867 war der Biber in Bayern ausgerottet. 100 Jahre später begann das erfolgreichste Wiederansiedlungsprojekt für ausgerottete Tierarten in Europa. Heute ist der Biber zurück in Bayern.

Der Europäische Biber (Castor fiber) ist nicht nur das größte Nagetier Europas, er ist auch der beste „natürliche“ Ökosystem-Manager: Wo immer er lebt und anpackt, nimmt die Artenvielfalt sprunghaft zu. So zählen Biberreviere zu den artenreichsten Biotopen im Freistaat. Wie keine zweite Tierart gestaltet der Biber seinen Lebensraum selbst. Eindrucksvoll sind seine stattlichen Biberburgen, in denen er mit seiner Familie lebt. Manchmal bezieht er auch selbstgegrabene Röhren im Uferbereich. Mit kunstvoll erbauten Dämmen staut er das Wasser schließlich so auf, dass die Eingänge seiner Wohnbauten stets unter Wasser liegen. Davon profitieren zahlreiche Arten, die ihren Lebensraum in den durch den Biber renaturierten Auen finden.

In der Ausstellung werden die Ökosystem-Dienstleistungen herausgestellt. Aber es werden auch die Probleme nicht verschwiegen, die es mit dem Biber geben kann. Die Ausstellung kann vom 28. bis 31. Juli von 8 bis 12 Uhr und Donnerstag, 31. Juli, zusätzlich von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Am Montag, 28. Juli, um 14 Uhr wird die Ausstellung im Beisein von Bürgermeister Georg Weigl, den Biberberatern Martin Kohn und Willi Reitter und dem Tuntenhausener Vorsitzenden des Bund Naturschutz Martin John offiziell eröffnet.

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