Polizei sucht weiter unbekannten Zeugen

von Redaktion

An zwei Tagen (25. und 26. November 2024) hatte ein Großbrand einer Lagerhalle in Feldolling die Feuerwehr in Atem gehalten. Die Kripo ermittelte daraufhin wegen Brandstiftung und suchte nach einem Zeugen, der sich zur Tatzeit vor Ort aufhielt. Was hat sich seither getan?

Feldkirchen-Westerham – Gegen 2.40 Uhr ging am Montag (25. November 2024) bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Mitteilung über einen Brand in der Lagerhalle in Feldolling ein. Als die Einsatzkräfte kurze Zeit später an dem Gebäude Im Müllerland in Feldkirchen-Westerham eintrafen, stand es bereits in Vollbrand.

Viel Arbeit für
die Brandfahnder

Die Löscharbeiten hielten den gesamten Tag an. Am Tag darauf ging um 4.20 Uhr die Meldung ein, dass es an der Lagerhalle erneut brennt. Während der zweite Brand durch ein oder mehrere Glutnester vom ersten Brand wieder aufgeflammt ist, gingen die Ermittler beim ersten Brand von einer „vorsätzlichen Brandstiftung“ aus.

Für die Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim bedeutete das seit November eine Menge Arbeit. Schon damals teilte ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit, dass zunächst der Brandort von einem Sachverständigen kontrolliert werden muss, um den Ursprung des Feuers ausfindig machen zu können. Der Sachverständige überprüft dabei, ob das Feuer im Gebäude oder außerhalb davon ausgebrochen ist.

Außerdem müsse man herausfinden, was das Feuer verursacht hat und ob eventuell ein „Brandbeschleuniger“ oder Ähnliches eingesetzt wurde. Daraufhin wird dem genauen Verlauf des Feuers Schritt für Schritt nachgegangen.

Dafür greifen die Ermittler unter anderem auf die Luftaufnahme zurück, die der Polizeihubschrauber am ersten Brandtag gemacht hatte. Auch Fußspuren und etliche andere Spuren, die am Brandort sichergestellt wurden, mussten von den Ermittlern ausgewertet werden.

Doch wie sieht es nun ein halbes Jahr später rund um die Ermittlungen aus? Wirklich viel kann ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf erneute OVB-Anfrage nicht mitteilen. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ könne er keinerlei Angaben machen. Nur so viel: „Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheimer dauern noch an.“ Ob neuen Hinweisen nachgegangen wird, könne ebenfalls „zum derzeitigen Zeitpunkt“ nicht mitgeteilt werden.

Nicht anders sieht es bei der Frage aus, was die nächsten Schritte der Ermittler sind. Klar ist aber laut dem Sprecher der Polizeiinspektion Oberbayern Süd: „Die Ermittlungen werden weiterhin wegen des Verdachts der Brandstiftung durchgeführt. Aus ermittlungstaktischen Gründen machen wir keine Angaben bezüglich der Brandursache.“

Mann passiert mehrfach die Strecke

Doch nicht nur Spuren vor Ort wurden überprüft. Auch die Nachbarn wurden für die Aufklärung des Doppel-Brands noch einmal befragt. Außerdem suchte man nach Zeugen, die etwas gesehen oder gehört hatten. Im Dezember 2024 suchten die Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim dann sogar nach einem ganz wichtigen Zeugen.

In der Brandnacht war eine männliche Person ab 1.26 Uhr aus Richtung der Brandörtlichkeit die Leißstraße entlanggegangen. In den folgenden 30 Minuten habe er diese Strecke gleich mehrfach passiert. Daher sei es nicht ausgeschlossen, dass die männliche Person etwas von der Tat mitbekommen haben könnte. Doch auch etwas, das sich aus der Suche nach dem möglichen Zeugen ergeben hat, ist derzeit „Gegenstand der Ermittlungen“. Damit heißt es auch in diesem Punkt, dass die Beamten dazu keinerlei Stellung nehmen.

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