Wenn die Hundedame fliegen lernt

von Redaktion

Stimmungsvoller Tag der offenen Tür der Bergwacht Bad Feilnbach

Bad Feilnbach – Die Bergwacht Bad Feilnbach ist und bleibt fester Bestandteil in der Gemeinde und genießt volles Vertrauen aller Bürger. Dies bestätigte sich beim Tag der offenen Tür, an dem die Bereitschaft einen umfassenden Einblick in die aufwendig sanierten Räumlichkeiten im Bergwachthaus an der Wendelsteinstraße gewährte.

Vor allem gelang es Bereitschaftsleiter Matthias Eggersberger, seinem Stellvertreter Maximilian Glasschröder und dem gesamten Bereitschaftsteam, mit einem großartigen Rahmenprogramm zahlreiche Besucher zu faszinieren.

24 Bierkisten unter
den eigenen Füßen

Das Kennenlernen von Gemeinschafts- und Schulungsraum, Büro und Materialraum für die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Abwicklung von Einsätzen war ein Thema, mit dem sich Interessenten eingehend befassten. Weitere Schwerpunkte waren anschauliche Vorführungen im Außenbereich mit Material, das zur Rettung und Bergung von verunfallten oder in Bergnot geratenen Menschen verwendet wird.

Ein Beispiel ist die Suche nach einer vermissten oder verschütteten Person im Gelände durch Hunde. Vierbeinige Retter hatte dazu die Hundestaffel Ost der Bergwacht einschließlich der zweibeinigen Führer zur Verfügung gestellt. Besonderen Applaus erntete Border-Collie-Dame „Ayra“ am Ende eines inszenierten Rettungseinsatzes zusammen mit Hundeführer Uli Sperlich – an einem Seil hängend. Im Ernstfall wird diese Einheit mittels Winde von einem Helikopter an die Einsatzstelle abgeseilt. Diese spezielle Rettungsübung erfordere ein spezielles Training zusammen mit Hund und Hundeführer und mache in der Einheit beiden Spaß, wie das Bereitschaftsteam erklärte.

Personenortung in unwegsamem Gelände mittels Drohnen gehöre mittlerweile ebenso zum Standard, wie ein Spezialteam der Bergwacht Hausham während einer Präsentation mit Fluggerät, hochauflösender Kamera und modernem Monitor erklärte.

Reges Interesse bestand vonseiten der Besucher an Maßnahmen zu „Erster Hilfe und richtiger Reanimation“, Ratschlägen zum Absetzen von Notrufen unter „112“ sowie am Check eines Notfallrucksacks. Magnetische Anziehungskraft bei Gästen jeden Alters hatte das Stapeln von Biertragerln. Dem zwölfjährigen Julian Albersberger aus Griesstätt, gesichert mit Seilen durch Mitglieder der Bergwacht Bad Feilnbach und einen großen Autokran, gelang es, 24 Kisten unter seinen Füßen zu platzieren. Auch Bürgermeister Max Singer meisterte diese Herausforderung mit 18 Kisten und einer beachtlichen Spende von 160 Euro (aus eigener Tasche) zugunsten der heimischen Bergwacht. Spenden, so Bereitschaftsleiter Eggersberger und sein Stellvertreter Glasschröder, könne ihre Einheit nach wie vor für weitere Arbeiten und notwendige Maßnahmen, die letztendlich wieder der Allgemeinheit zugute kommen, in und an ihrem Haus dringend gebrauchen.

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