Bad Aibling – Das Jugendkreuz, das sich seit zwei Jahrzehnten im Willinger Moos befindet, wird derzeit restauriert und soll ab Sonntag, 3. August, am bisherigen Standort in neuem Glanz erstrahlen. Pfarrer Philipp Kielbassa wird das Kruzifix im Rahmen der Wiederaufstellung um 13 Uhr neu segnen.
Hedi Westphal, die stellvertretende Vorsitzende des Stadtkirchenrates Bad Aibling, ist mit der Historie des Kreuzes eng vertraut. Es wurde 2005 anlässlich des Weltjugendtages der katholischen Kirche in Köln errichtet, der zwischen 16. und 21. August stattfand und auch vom damaligen Papst Benedikt besucht wurde.
Restaurierung ist
echte Teamarbeit
„Aus diesem Anlass wurden auch Jugendliche in unserer Stadt von Gastfamilien aufgenommen. In den Südpfarreien waren es Besucher aus Frankreich, in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt wurden Italiener beherbergt, die etwa für eine Woche in Bad Aibling geblieben sind“, erinnert sich Westphal. Als Zeichen der Verbundenheit sei damals das Kreuz aufgestellt worden, ehe die Gäste aus den beiden Ländern nach Köln weiterreisten.
Mittlerweile hat der Zahn der Zeit sichtbar an ihm genagt. Unter der Leitung von Franz Widhammer sind ehemalige Firmlinge, Ministranten und Jugendliche aus Willing sowie Katharina Stollmann derzeit damit beschäftigt, dem Kreuz wieder ein ansehnliches Aussehen zu verleihen. „Das Gebälk war praktisch nicht verwittert, da es aus Lärchenholz besteht. Trotzdem war die Restaurierung notwendig“, sagt Widhammer, der Vorsitzende des Willinger Pfarrgemeinderates. In Gemeinschaftsarbeit habe man das Kreuz abgeschliffen und neu gestaltet. „Es schaut jetzt schon anders aus als früher. Der Hinweis an die Aufstellung anlässlich des Weltjugendtages in Köln bleibt natürlich erhalten“, so Widhammer.
Noch heute hält Widhammer ein Fotoalbum mit vielen Bildern in Ehren, welches an die Kreuzaufstellung vor 20 Jahren mit den Gästen aus der Gemeinde Evry in Frankreich erinnert. „Wir hatten wirklich viele schöne gemeinsame Erlebnisse. Natürlich haben wir damals auch gefeiert“, sagt er.
Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende freut sich über die Gemeinschaftsleistung bei der Restaurierung und hat vor allem auch für die vielen jungen Leute ein großes Lob übrig, die bei den Arbeiten geholfen haben. Derzeit sind sie dabei, dem Kruzifix, das in einem Schuppen seines Aussiedlerhofs lagert, die letzten Farbtupfer zu verleihen.