Bad Aibling – Einerseits mit Wehmut und andererseits mit Freude hieß es für Schüler der zehnten Jahrgangsstufe, Abschied zu nehmen von der Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling. Nach drei beziehungsweise vier Jahren, für Quereinsteiger der Klasse „11z“ nach zwei Jahren, wechseln sie, mit Zeugnissen und der Mittleren Reife ausgestattet, von einer „Art zweitem Zuhause“ in eine neue Lebensphase der Neugier, aber auch Unsicherheit, in Richtung Beruf oder in einen anderen Schulweg, wie Schulleiter Randolf John es mit einem eindringlichen Appell formulierte: „Die Absolventen sollen sich auf ihrem weiteren Lebensweg nicht von Vernunft, Toleranz und Demokratie abbringen lassen.“
Demokratie, so Randolf John, sei das erfolgreichste, beste und friedlichste Betriebssystem, das es für ein Land wie Bayern gibt. Applaus erntete der Schulleiter von den scheidenden Schülern, Eltern und Lehrkräften, dem Landtagsabgeordneten Sebastian Friesinger, von Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier und der Zweiten Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz, vom stellvertretenden Landrat Josef Huber und Verena Englhardt von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling.
Jenen besonderen Ehrengästen sowie Bürgermeister Max Singer aus Bad Feilnbach und Stefan Lederwascher aus Flintsbach sowie den stellvertretenden Bürgermeistern wie Dieter Kannengießer (Kolbermoor), Ernst Sporer-Fischbacher (Aßling), Ralf Lieser (Kiefersfelden) Regina Offenwanger (Grafing) und Martin Lurz (Tuntenhausen) wurde die Ehre zuteil, die Schulbesten aus ihrer jeweiligen Gemeinde auszuzeichnen.
Den Worten von Bad Aiblings Rathauschef Stephan Schlier folgend, haben Schüler nach Durchschreiten von Höhen und Tiefen und versorgt mit Bildung, Fachwissen, Haltung und Neuausrichtung in Richtung Zukunft einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Wirtschaftsschule Alpenland habe dabei ein starkes Fundament für eine Welt gelegt, die sich zunehmend schwieriger und herausfordernd gestaltet. Die Absolventen dürften stolz auf das Erreichte während einer abwechslungsreichen Phase des Lernens mit Hausaufgaben und Prüfungen sein.
Besonderer Dank von Bürgermeister Schlier galt Randolf John, der die Schule in den Jahren seines Wirkens prägte und nach vorne brachte und mit Ende des Schuljahres auch seinen wohlverdienten Ruhestand antritt. Mit Wehmut, aber auch Dankbarkeit und Freude blickten die Klassenleiter und Lehrkräfte auf die Jahre zurück, in denen aus Kindern Jugendliche und inzwischen Erwachsene wurden. Junge Menschen, die auch gelernt haben, Verantwortung für Gemeinschaft und Zukunft zu übernehmen.
Schulsprecherin Magdalena Birkinger dankte jenen Klassenleitern und Lehrkräften, denen es mit Geduld und „Engelszungen“ gelang, manchen „chaotischen Sauhaufen“ zu bändigen und in all den unvergessenen Jahren hin zu erfolgreichen Abschlüssen zu „boxen“. Nun stehen alle Wege offen. Entscheiden würden nicht ausschließlich Zeugnisse und Schule, sondern was jeder, der nun die Gemeinschaften verlässt, daraus macht, so Birkinger abschließend. pes