Thomas Zink zum neuen Baukulturbeauftragten bestellt

von Redaktion

Elisabeth Ranner tritt nach drei Jahren von ihrem Ehrenamt zurück – Gemeinderat bedauert Schritt

Bad Feilnbach – Thomas Zink ist der neue Baukulturbeauftragte der Gemeinde Bad Feilnbach. Der vollzählig anwesende Gemeinderat entschied sich in seiner jüngsten Sitzung mit 20 Ja-Stimmen und einer Enthaltung für die Bestellung des Fraktionsmitglieds der „ÜW“ als Nachfolger von Elisabeth Ranner. Die im März 2022 im Zuge des Leader-Projekts „Baukulturregion Alpenvorland“ bestellte Baukulturbeauftragte trat zum Bedauern des Ratsgremiums von ihrem Ehrenamt zurück.

Zu Beginn ihrer Amtszeit baute Ranner einen Instagram-Kanal auf. Im gleichen Jahr verabschiedete der Gemeinderat die von ihr initiierte Gestaltungsfibel, an deren Erarbeitung Ranner maßgeblich mitwirkte. Wissen und Anregungen in Sachen Baukultur erarbeitete sie sich bei Ortsspaziergängen und Exkursionen, etwa im Bregenzerwald, der Alten Spinnerei in Kolbermoor, beim Projekt „Trogerhaus“ in Au und anderen Städten und Gemeinden.

Durch ihre Treffen mit Beauftragten aus anderen beteiligten Kommunen entstand ein gut funktionierendes und kooperatives Netzwerk. Viele Stunden habe sie im Hintergrund geleistet, wie Bürgermeister Max Singer in seiner Laudatio herausstellte.

An das Fundament, das Elisabeth Ranner mit Hingabe legte, will Thomas Zink, beruflich in der Baubetreuung tätig, weitere Steine hinzufügen, wie er vor dem Gremium beteuerte. Baukultur sei geprägt von Menschen, die Ort und Region gestalten. Die Umgebung unterliege dabei einer ständigen Entwicklung und entsprechendem Zeitgeist. Äußere Zeichen von Prägung seien Ortsbilder mit Wohngebieten, Einheiten für produzierendes Gewerbe aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung sowie Landwirtschaft. „Bedeutend sind Sichtweisen von Menschen, die sich in den Orten heimatverbunden wohlfühlen.“

Einheitlich begrüßten die Gemeinderäte Zinks Bereitschaft, die Nachfolge als Baukulturbeauftragter zu übernehmen. Nach Ansicht von Georg Stadler (CSU) soll sich der Gemeinderat zum Thema Baukultur künftig mehr einbringen. Wie Sieglinde Angermaier (Grüne) ergänzte, mache es Sinn, Zeit in dieses Ehrenamt zu investieren. Wie Bürgermeister Singer abschließend erklärte, gebe es vonseiten der Gemeinde kein „Muss“ für einen Beauftragten zur kommunalen Baukultur. Ebenso gebe es keine zeitliche Beschränkung für dieses Amt. pes

Artikel 1 von 11