Bad Aibling – Ein Vorstoß im Rahmen einer Instagram-Aktion aus dem Pfarrverband Erdinger Moos, an dessen Spitze Pfarrer Philipp Kielbassa bis zu seinem Wechsel nach Bad Aibling stand, hat binnen kurzer Zeit gleich zu zwei Baumpflanzungen im Stadtgebiet geführt.
Der Stadtkirchenrat war über den Online-Kanal gebeten worden, drei Institutionen vorzuschlagen, die nach den Regeln des Wettbewerbs binnen einer Woche einen Baum pflanzen sollten. Wie berichtet, hat nach der Nennung durch das Gremium zunächst die Pfarrgemeinde Willing eine Tanne auf dem örtlichen Friedhof gesetzt, die künftig an Weihnachten auch als Christbaum dienen soll.
Ebenfalls nominiert für eine solche Aktion wurden die evangelische Kirchengemeinde und die örtliche Kolpingsfamilie. Dank der Mithilfe des Bauhofs konnte auch Kolping die Herausforderung im vorgesehenen Zeitrahmen meistern. Bei strömendem Regen wurde auf einem städtischen Grundstück unmittelbar hinter dem Bahnübergang an der Rosenheimer Straße im Beisein von Bürgermeister Stephan Schlier, dem Kolpingsvorsitzenden Franz Besel und Kirchenpfleger Norbert Kotter, der auch Besels Stellvertreter bei Kolping ist, ein hochstämmiger Apfelbaum gepflanzt. Gespendet hat ihn die Baumschule Ganslmaier aus Rott. Stadtkirchenratsvorsitzende Renate Gartmeier konnte der Aktion zwar nicht beiwohnen, freute sich über das Engagement von Kolping aber sehr. „Das ist schön, dass der Verein das gemacht hat“, sagt sie. Der Dank des Bürgermeisters und des Kirchenpflegers galt neben dem Sponsor auch allen Mitwirkenden an der Aktion. „Das ist eine tolle Gemeinschaftsleistung geworden“, meinte der Rathauschef. Er hatte zusammen mit Stadtgärtner Andreas Arnold das Grundstück ausgesucht, der Bauhof beschaffte den Baum und bereitete die Pflanzung vor.
Die Kolpingsfamilie ist mittlerweile der Bitte auf Instagram nachgekommen und hat ihrerseits drei Ortsvereine als Paten für weitere Baumpflanzungen im Stadtgebiet vorgeschlagen, die ebenfalls binnen einer Wochenfrist erfolgen sollten: die Aiblinger Feuerwehr, die DLRG und den Verein „Mut und Courage“. Die Hilfsorganisationen deshalb, weil für beide derzeit erweiterte Unterbringungsmöglichkeiten gebaut werden. „Der Verein ‚Mut und Courage‘ ist sehr rege im Kampf gegen Gewalt und Rechtsextremismus. Eine Baumpflanzung könnte dauerhaft gut eine mahnende Symbolwirkung entfalten“, begründen Kolpingsvorsitzender Franz Besel und sein Stellvertreter ihre Vorschläge. tt