Grüngutlager zieht zum Wertstoffhof

von Redaktion

Bisherige Pachtfläche ist gekündigt – Gemeinde plant nachhaltige Lösung

Bad Feilnbach – Seit dem Jahr 2000 ist das Grüngutlager am Friedrich-Dittes-Weg in Bad Feilnbach eine gefragte Anlaufstelle zur nachhaltigen Kompostierung von recycelbaren Gartenabfällen und Sträuchern. Davor befinden Containerstellplätze für Altglas und der Vorplatz wird von Lkw auch zum Rangieren benutzt. Allerdings wurde die Pachtfläche bereits Ende vergangenen Jahres vom Eigentümer aufgekündigt. Nach Verhandlungen mit dem Verpächter wurde ein Weiterbetrieb der Anlage ermöglicht, die jedoch mit Wirkung 31. Dezember 2025 unwiderruflich endet und die Fläche bis dahin geräumt und zurückgebaut sein muss.

Kosten liegen
bei 468000 Euro

Als Alternative steht eine Integration des Grüngutlagers im derzeitigen Wertstoffhofgelände im Raum. Mit dem Thema befassten sich Bad Feilnbachs Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Die Ergebnisse an Vorschlägen aus der konstruktiv geführten Aussprache sollen als Grundlage in die in Kürze beginnenden Planungen mit einfließen.

Gemäß Sachverhalt sind ausreichend Flächen im Eigentum der Gemeinde für eine Situierung der Anlage auf dem Wertstoffhofgelände vorhanden, wo sich derzeit unter anderem Boxen für Schüttungen für Friedhöfe und Straßenausbesserungen befinden. Bedenken zur Lage und Flächengröße konnten ausgeräumt werden. Erörtert mit zuständigen Verantwortlichen wurde die Aussiedlung des Bauhofs, der nach derzeitiger Erkenntnis ebenso Platz findet. Im Januar dieses Jahres wurden Vorgehensweisen mit Vertretern vom Amt für Abfallwirtschaft im Landratsamt Rosenheim als Betreiber grob die Umbaumaßnahmen besprochen und notwendige Voraussetzungen festgelegt. Diese bezogen sich unter anderem auf Bodenplatte für den Unterbau, Kanalanschluss zur Entwässerung des Sickerwassers sowie Wände aus Betonblocksteinen am künftigen Grüngutlager. Erörtert im Vorfeld wurden Verkehrsflächen für Zu- und Abfahrten unter Berücksichtigung von Einbahnregelungen sowie Ablademöglichkeiten.

Dem Vorhaben mit geschätzten Kosten in Höhe von 468000 Euro stimmte der Kreisausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 18. März einhellig zu. Die Kosten für die Einrichtung und auch den Erhalt eines Wertstoffhofs übernimmt gemäß Regelung im Bayerischen Abfallwirtschaftsgesetz der Landkreis Rosenheim.

Ratschläge für mögliche Lösungen erarbeiteten sich Verantwortliche der Gemeinde und begleitende Räte in Feldkirchen-Westerham und Brannenburg. Die gewonnenen Erkenntnisse sowie Lösungsansätze aus der Aussprache nahm das Gremium zum Anlass, einvernehmlich einem vorläufigen Entwurf für die Planungen dem Grunde nach zuzustimmen: die Öffnung des Grüngutlagers auf der Südseite.

Termin vor Ort
vor der Entscheidung

Alternativ sei die Anlage komplett an die südliche Grundstücksgrenze zu verlagern und eine Einfahrt von Norden her zu planen. Zu berücksichtigen in den Planungen sei die Auslagerung des jetzigen Bauhofs auf das Wertstoffhofgelände. Anregungen im Rahmen eines „Vor-Ort-Termins“ zur Entscheidungsfindung am Wertstoffhof sollen in die Planungen mit einfließen. Beschlossen wurde ferner eine Wiedervorlage der Planungen nach deren Vervollständigung.

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