Basis ist Teamgeist mit Kreativität

von Redaktion

Überzeugender Best-of-Abend an der Realschule Bruckmühl

Bruckmühl – Themen-Präsentationen an Schulen bleiben meistens eine „interne Angelegenheit“. Nicht so an der Staatlichen Realschule Bruckmühl. Dort wurden jetzt in einem „Best-of-Abend“ die fünf besten, von Klassenleitungen ausgewählten Präsentationen in der Aula der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Neuntklässler konnten im Vorfeld aus insgesamt 149 von den Fachschaften Religion und Ethik vorgegebenen Themen auswählen. Erarbeitet wurden die Präsentationen von jeweils drei- bis vierköpfigen Gruppen mit einer Lehrkraft als Coach. Die Themenvorstellung erfolgte zunächst intern vor einer 8. Klasse.

Von der Entstehung
des Universums

Projektleiterin Katja Georgi aus der erweiterten Schulleitung hieß eingangs die internen und externen Gäste (darunter Realschul-Direktorin Andrea Ranner, Oliver Lindner vom Bildungspartner SEO-Küche Internet Marketing GmbH und Regionaldirektor Christian Ellmayer von „meine Volksbank Raiffeisenbank“) willkommen zum „spektakulärsten, spannendsten und längst ersehntesten Event des Jahres“ und führte weiter aus: „Wer glaubt, dass Ethik nur ein Philosophieclub und Religion nur für den Sonntagsgottesdienst ist, der wird heute eines Besseren belehrt.“

Den Themen-Auftakt bildete „Der Ursprung des Universums“, das Benjamin Benz, Jonas Stocker, Martin Kettl und Felix Jungermann (9b) vorstellten. Sie beschrieben dabei die Schöpfungsgeschichte, wie sie von den Christen/Juden, den Hinduisten, in der nordischen Mythologie und in der Big-Bang-Theorie interpretiert wird. Es wurden Details herausgestellt und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede erläutert.

Das Thema „Bedeutende religiöse Frauen in der Geschichte“ hatten Sophie Maier, Barbara Neureither, Emilia Sciarroni, und Thomas Uebigau (9a) ausgewählt. Die von ihnen erwähnten Persönlichkeiten teilten sie in die Kategorien „Dienerin Gottes“ (Mutter Teresa, Fatima), „Untergeordnete oder Ausgeschlossene“ (Maria Magdalena, Regina Jonas), „Reformerin“ (Nofretete, Joan Ruth Bader Ginsburg, Hannah Ahrendt) und „Prophetin“ (Pythia, Veleda) ein. Dabei gingen sie auf die Lebensläufe, Eigenschaften und religiöse Bedeutung der Frauen ein.

Über ein weiteres „Frauenthema“ referierten Anna Schmid, Donika Mancaku, Leonie Schwerdt (9c): Über „Die Rolle der Frau in verschiedenen Religionen“. Im Christentum sei die Bibel stark männlich geprägt und die Kirche historisch patriarchalisch. Während die katholische Kirche Frauen im Priesteramt ablehne, erlaube die evangelische Kirche Pfarrerinnen und Bischöfinnen. Im Islam sehe der Koran zwar Mann und Frau als gleichwertig vor Gott, islamistische Rechtsnormen grenzten jedoch das Leben von Frauen ein. Im Judentum spiele die Frau eine aktive Rolle, ultraorthodoxe Juden würden jedoch Frauenrechte einschränken und Frauen oft vom Rabbinat ausschließen.

„Die Fastenzeit“ lautete das Leitmotiv, dem sich Lena Tamia Benz, Anna Kreuzmeir, Hanna Trageser und Marina Trageser (9d) widmeten. Sie erläuterten dabei unter anderem die Ziele des Fastens im Hinduismus (wie Selbstdisziplin und Hingabe), im Judentum (wie Buße und Selbstreflexion), im Islam (die Zufriedenheit Gottes) und im Christentum (unter anderem die Stärkung des Gebets und geistliche Reinigung). Außerdem erklärten die „Fastenzeit“-Expertinnen religiöse Hintergründe, Dauer der jeweiligen Fastenperioden, Rituale und Gebräuche. Als „essbare Illustration“ hatten sie selbst gebackene jüdische Haman-Taschen mitgebracht.

Normalerweise werden beim „Best-of-Abend nur die Besten der vier 9. Klassen gezeigt, dieses Mal kam jedoch von der 9d ein zweiter Beitrag. Es handelte es sich um eine Gruppe aus drei ukrainischen Schülerinnen, die erst vor etwa drei Jahren an die Schule kam.

Präsentation einer
ukrainischen Gruppe

Von Maria Kyshko, Liudmyla Marianko und Kira Merkulenko erfuhren die Zuhörer Wissenswertes über „Heilige Flüsse und ihre Bedeutung“. Sie stellten dabei Jordan, Ganges und Nil als „Quellen des Lebens“ und „Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits“ in den Mittelpunkt. Darüber lieferten sie geografische Daten wie Länge, Quell- und Durchflussländer und besondere Rituale. Das Fazit lautete: „Alle drei Flüsse sind mehr als Gewässer – sie sind religiöse Symbole und Lebensadern.“

Alle fünf Themenstoffe waren sorgfältig recherchiert (einschließlich Quellenangaben) und klar strukturiert und wurden überzeugend präsentiert. Katja Georgi betonte am Ende: „Was wir heute gesehen haben, ist der Beweis, was möglich ist mit Engagement, Kreativität, Teamgeist und einer gesunden Portion Nervosität.“ Abschließend sprach sie allen Vortragenden und dem begleitenden Kollegium ihren Dank aus.

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