Demokratie trifft Kreativität

von Redaktion

Aiblinger Berufsschule feiert beim Sommerfest Werte und Vielfalt

Bad Aibling – Es war ein besonderes Sommerfest an der Berufsschule, das für einige Stunden den Alltag vergessen ließ. Künstler aus verschiedenen Bereichen kamen zusammen, um diesen Tag gemeinsam mit den Jugendlichen zu feiern.

Auf dem Campus der Aiblinger Berufsschule herrschte reges Treiben bei bestem Wetter. Die SMV (Schülermitverantwortung) der Schule hatte unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Werte erleben“ ein besonderes Sommerfest organisiert. Zusammen mit den Künstlern wurden die Jugendlichen eingeladen, kreativ zu werden und dem Alltag zu entfliehen. Die Veranstaltung stand im Zeichen von Gemeinschaft, Kreativität und gelebten Werten.

Dank an Künstler
und Vereine

Schulleiter Jürgen Ersing betonte: „Unsere Schulfamilie steht bekanntlich für Demokratie, traditionelle Werte, Vielfalt und Miteinander – und genau das möchten wir mit diesem Fest auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen.“ Möglich wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung der Bildungsstiftung der VR Bank Rosenheim-Chiemsee Stiftung, die 5000 Euro spendete.

Der Stiftungsbeauftragte der VR Bank, Martin Klampfleitner, hob in seinen Grußworten die Wichtigkeit der Demokratie hervor, da demokratische Systeme weltweit zunehmend durch autoritäre Systeme abgelöst werden. Er zitierte Barack Obama: „Demokratie ist da gefährdet, wo wir sie als selbstverständlich betrachten.“

Bevor es richtig losging, bedankte sich Schulleiter Jürgen Ersing bei allen Helfern und Unterstützern, darunter der Hip-Hop-Aktivist Achim „Waseem“ Seger, der Streetart-Künstler Martin Blumöhr, der Bestsellerautor Dr. Umes Arunagirinatham und der Nachhaltigkeitspädagoge Karl Geller. Ebenso beteiligten sich viele Vereine und Institutionen der Region: die Polizei, der Kampfsportverein Bad Aibling, die Tischtennisriege des SV DJK Kolbermoor, das Personaltraining „Körpergfui“, das Improtheater „TATwort“, der Gitarrist Marc Grimm oder die JDAV (Jugend des Deutschen Alpenvereins).

Rund 350 Schüler nahmen bei strahlendem Sonnenschein an zwölf verschiedenen Workshops in vier Zeitslots teil. Musikalische Einlagen sorgten für eine besondere Atmosphäre im Zeichen von Vielfalt und Toleranz. Parallel dazu gab es ein reges Treiben auf dem Schulhof: Bei den Mini-Games konnten sich die Jugendlichen spielerisch ausprobieren – vom Stockschießen über Nageln und Stelzenlauf bis hin zum Torwandschießen war für jeden etwas dabei.

Besonders die Workshops hinterließen Eindruck. So sprach der deutsch-tamilische Herzchirurg und Autor Dr. Umes Arunagirinatham von seiner Flucht als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling, von den Problemen mit den Schleppern, von Glück und Angst.

Flüchtling hinterlässt
tiefe Eindrücke

Auch die Aussagen des Nachhaltigkeitspädagogen Karl Geller, Träger des Bundesverdienstkreuzes, hinterließen Eindruck – etwa seine Beobachtung, dass visuelle Zeichen oft länger im Gedächtnis bleiben als gesprochene Worte. Der Streetart-Künstler Martin Blumöhr wurde von neugierigen Jugendlichen umlagert, die mit ihm an einem großen Wandbild arbeiteten. Stunde um Stunde nahm das Kunstwerk Gestalt an – ein kreativer Prozess, der alle begeisterte.

So verging der Tag wie im Flug. Aber das Sommerfest 2025 wird allen in Erinnerung bleiben. Markus Schütz, stellvertretender Schulleiter, sagte: „Jeder konnte hier seine Ideen einbringen“, was zum Erfolg der Veranstaltung beitrug.

Artikel 10 von 11